Nach Kündigungswelle TSV 1860 schreibt neun hochrangige Stellen aus

Der Arbeitsplatz der neuen Mitarbeiter: Die Geschäftsstelle des TSV 1860 München. Foto: Andreas Gebert/dpa

Der TSV 1860 München sucht derzeit neun neue Führungskräfte. Unter anderem einen Kommunikationschef. Die Stellenvoraussetzungen lassen Spekulationen zu.

München - Die Löwen investieren kräftig weiter. Allerdings nicht in neue Spieler, sondern in neue Mitarbeiter. Denn dem Verein sind in nahezu allen Positionen wichtige Leute abgesprungen, für die nun Ersatz gesucht wird.

Ende Januar bestätigte der Verein der AZ, dass für das operative Tagesgeschäft wichtige Mitarbeiter in der Pressestelle, der Marketingabteilung und im Umfeld der Geschäftsführung auf dem Absprung oder bereits weg sind. Das deckt sich jetzt mit den ausgeschriebenen Stellen.

Neun offene Stellen ausgeschrieben

Auf einem Sport-Jobportal haben die Löwen aktuell neun Stellen ausgeschrieben, alles Positionen mit Führungsaufgaben. So sucht der Verein unter anderem einen "Digital Media Editor", einen "Human Resources Specialist", einen "Public Relations Manager", einen "Head of Sales and Marketing" und einen "Head of Communication".

Interessant dabei: Die Stellenausschreibungen sind ausschließlich auf Englisch - Vorboten einer neuen Kultur beim Arbeiterverein aus Giesing? Immerhin kommt mit Ian Ayre demnächst ein neuer Geschäftsführer, der wohl hauptsächlich englisch sprechen wird. Er ist auch derjenige, an den die neu zu besetzenden Stellen direkt berichten werden, da sind Übersetzungen eher hinderlich.

Stellenvoraussetzung: "Nicht frustiert sein"

"Herausragende" Englischkenntnisse (mündlich wie schriftlich) sind dann auch ein Teil der - nicht gerade tiefstapelnden - Voraussetzugen für etwaige Bewerber. Neben den Sprachkenntnissen sollen der/die neue Pressesprecher/in und der/die Marketingchef/in studiert haben und mindestens zehn Jahre Berufserfahrung "in verantwortlicher Position" in der Branche haben.

Der oder die Pressesprecher/in sollte im Idealfall auch noch Härte beweisen. "Ist nicht frustiert, wenn man ihn blockiert oder sich zu Wehr setzt", heißt es. Und weiter: "Gerät nicht in die Defensive oder wirkt irritiert, wenn die Zeiten rau sind". In Zeiten der restriktiven Presse-Politik des Vereins sind das mit Sicherheit gute Eigenschaften.

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Normal für einen bayerischen Zweitligisten? Oder hat die Vereinsführung hier genauso hohe Ziele wie vor jeder neuen Saison? Man darf gespannt sein, wie schnell die Löwen die Stellen besetzt bekommen und wer sich die Jobs in einem nicht gerade einfachen Umfeld zutraut.

Viel zu tun gäbe es jedenfalls.

 

 

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