Nach Eklat bei Wahlparty Münchner AfD distanziert sich von Schlägereien

Eklat bei der AfD-Wahlparty: Ein Mann tritt nach den Fotografen. Foto: Anne Wild

AfD-Kreisvorsitzender Wilfried Biedermann zu den Gewalttaten vor dem Münchner Lokal der AfD-Wahlparty: Er betont, dass Schläger nicht auf der Gästeliste standen.

München - Die Münchner AfD distanziert sich von den Gewalttaten, die am Sonntagabend im Rahmen ihrer Wahlparty vor einem Lokal an der Friedenstraße stattgefunden haben. So betonte der Vorsitzende des Kreisverbands München Ost, Wilfried Biedermann, dass die AfD mit dem Vorfall nichts zu tun habe. Er hat die Wahlparty schließlich selbst organisiert.

Die Schläger, die wohl aus der rechten Szene kommen, hätten nicht auf der Gästeliste der AfD-Wahlparty gestanden und würden auch künftig bei allen AfD-Veranstaltungen in München Hausverbot bekommen, stellte Biedermann klar. Zudem seien die Gäste beim Eintreffen im Lokal alle mit Vorlage ihres Personal- und Mitgliedsausweises kontrolliert worden.

Inszenierte Konfliktsituation?

Zum Ablauf der Schlägerei mit Aktivisten einer Antifa-Spontandemonstration vor dem Lokal konnte Biedermann nichts sagen. Die AfD habe die Polizei angerufen als die Tumulte auf der Straße losgingen. Einige Partygäste hätten vor der Tür kurz aus Neugier geschaut was los sei, hätten sich aber passiv verhalten und zurückgezogen.

Als die Polizei eintraf waren die Demonstranten verschwunden. Biedermann vermutet, dass die  vermummte Antifa-Gruppe eine Konfliktsituation inszenieren wollte. Ziel sei lediglich eine Provokation gewesen, die AfD-Gegnern in die Karten spiele.

Biedermann wies zugleich Mutmaßungen zurück, die Gewalt sei von Gästen der AfD-Party ausgegangen. "Wir wollen mit solchen Leuten aus der rechtsextremen Szene absolut nichts zu tun haben“, erklärte er.

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