Nach der enttäuschenden Biathlon-WM tritt Miriam Gössner jetzt wieder im Langlauf an und hat die WM in Val di Fiemme im Visier.

NOVE MESTO Gewehr einpacken, ab ins Auto, etwas Kraft tanken und dann das tun, was sie am besten kann. Schnell skaten mit Langlaufskiern. Für die Biathletin Miriam Gössner ist das anstehende Gastspiel bei der Langlauf-WM wohl die beste Therapie. „Ich glaube, das ist vielleicht gar nicht so schlecht, um wieder einen freien Kopf zu bekommen. Ich freue mich wahnsinnig auf die Langlauf-WM, auf die ganze Mannschaft. Ich hoffe, dass ich eine Verstärkung bin.”

Gössner hatte nach dem letzten ihrer vielen Fehlschüsse die Biathlon-Titelkämpfe in Nove Mesto ganz schnell abgehakt. Die 22-Jährige hat keine Angst vor der Doppelbelastung in Val di Fiemme: „Ich habe noch ein paar Tage Zeit. Das nächste Rennen ist erst am Dienstag in einer Woche. Ich kann mich erholen und in aller Ruhe auf die Langlauf-WM vorbereiten. Ich glaube, wenn einem etwas Spaß macht, dann ist es keine zusätzliche Belastung.”

Belastend sind schon eher die vielen Fahrkarten beim Biathlon. Mit großen Ambitionen nach Nove Mesto gekommen, musste Gössner ohne Edelmetall wieder abreisen. Jetzt darf sie am 26. Februar über die 10 Kilometer ohne Gewehr laufen. Die Langlauf-Staffel steht dann zwei Tage später auf dem Programm. Ziele hat die Zollhauptwachtmeisterin nicht. Sie möchte „einfach ein tolles Rennen machen und sagen, ich habe alles gegeben. Ich hoffe, dass ich für die Staffel eine tolle Unterstützung sein kann.”