My Tam Das gute Herz

Stolz an der Schleißheimer Straße: Hop Duong Quoc und seine Frau Hamin Hngoc in ihrem neu eröffneten „My Tam“. Foto: Daniel von Loeper

In der Maxvorstadt hat ein vietnamesisches Restaurant eröffnet: Das „My Tam“. Hier kommen in edlem Ambiente die Klassiker der Küchen von Hanoi bis Saigon auf den Tisch

My Tam ist in Vietnam verehrt wie andernorts Rihanna oder Adele. Die schöne Popsängerin regiert seit Jahren die Charts, und doch wird kaum einer wissen, nach wem Hop Duong Quoc sein Restaurant am Anfang der Schleißheimer Straße benannt hat, wenn er am vor vier Wochen eröffneten „My Tam“ vorbeigeht.

Gegenüber von dem seit Monaten leer stehenden alten „Kleinen Chinesen“, in den Räumen des ehemaligen „Siam Haus“, einem Asiaten mit Spielautomaten an den Wänden, hat Duong Quoc sein „My Tam“ eröffnet. Zwei Monate lang hat er komplett renoviert, jetzt strahlt innen alles in cremeweiß, die Tische sind eingedeckt, die Tapeten sind so golden wie die Speisekarte.

Hop Duong Quocs Anspruch ist hoch: Im „Anh Thu“ in der Kurfürstenstraße und im „Monsoon“ in der Bruderstraße hat er zuletzt gekellnert, zwei der besten vietnamesischen Restaurants der Stadt. Auf die Gerichte zum SelberRollen, auf die Reisnudelschalen und die 24-Stunden-Suppe Pho, die typischen Gerichte seiner Heimat, legt er großen Wert und empfiehlt sie gern.

Aber auch die hausgemachte Currysauce, wie es sie zum Beispiel zum „Vit Cari“, Ente mit Gemüse, Limettenblättern und Kokosmilch gibt (16,50 Euro), oder zum baugleichen „Tofu Cari“ (11 Euro). Festgelegt auf eine spezielle Region hat sich Duong Quoc im „My Tam“ nicht, Spezialitäten aus dem Süden wie aus dem Norden finden sich auf der Karte, wie zum Beispiel der marinierte Seeteufel mit Dill, Zwiebeln, Salat und frischen Kräutern, serviert im Tontopf mit Reisnudeln – ein Gericht, dass vor allem in Hanoi gern gegessen wird (21,50). Wein aus aller Herren Länder stehen im „My Tam“ auf der Karte sowie Cocktails mit klingenden Namen, die auch die Drei-Gänge-Menüs mit Aperitif für Zwei tragen, „Familienglück“ oder „Hochzeit des Drachens“ (55 bis 63 Euro).

Zubereiten tut diese ein ausgesprochen junges Talent, der Koch des „My Tam“ ist erst 18 Jahre alt. „Die Gäste sind bisher immer superzufrieden“, freut sich Hop Duong Quoc. „Mittags ist es manchmal schon voll.“ „My Tam“ ist übrigens nicht nur der Name von Vietnams Vorzeige-Popstar. Auch die kleine Tochter des Chefs heißt so. Und „My Tam“ heißt übersetzt so viel wie „gutes Herz“.


Schleißheimer Straße 5, Mo. bis Sa. 11.30 – 14.30 Uhr, 18 Uhr – 23 Uhr, So. 18 – 23 Uhr, Tel.: 54 76 77 78

 

JETZT LESEN

0 Kommentare