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MVG fordert Schwarzfahren soll 120 Euro kosten!

Julia Lenders / Timo Lokoschat, vom 03.02.2012 07:00 Uhr
Ihren Fahrschein bitte!“ Diese Kontrolleurin schaut sich das Ticket ganz genau an. Foto: imago
"Ihren Fahrschein bitte!“ Diese Kontrolleurin schaut sich das Ticket ganz genau an. Foto: imago

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen will die Strafe auf 60 Euro erhöhen. Wiederholungstäter sollen sogar 120 Euro zahlen. Die MVG unterstützt den Plan.

MÜNCHEN - Wer ohne Fahrschein erwischt wird, soll künftig härter bestraft werden. Schwarzfahrer müssen möglicherweise bald 60 statt wie bisher 40 Euro bezahlen. Von Wiederholungstäter würden dann sogar bis zu 120 Euro verlangt. So will es der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Der forderte den Bund und die Länder jetzt zu einer gemeinsamen Initiative gegen Schwarzfahrer auf. Die AZ beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema.

Kommentare (17)
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FEB
05
09:52 Uhr, geschrieben von Klara
Realitätsverlust bei DB
Bei wiederholten Schwarzfahren mehr Strafe zu zahlen, das finde ich ok. Aber wenn ich alle 10 Jahre mal das Stempeln vergesse, weil ich keine Monatskarte hab, dann finde ich 60 Euro schon etwas heftig. Da lässt man das Bahnfahren lieber ganz bleiben...
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FEB
04
11:22 Uhr, geschrieben von Alf
Schutzschirm
Wenn der Euro Schutzschirm mal steht, sollten wir uns mit dem U-Bahn, S-Bahn, Trambahn Schirm befassen, dann kann Jeder Umsonst fahren und das Thema vom Tisch. Oder wenn die Unternehmer Arbeiter brauchen sollen sie auch das Fahrgeld zahlen
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FEB
04
06:06 Uhr, geschrieben von Josef Sch.
Wollen wir Rentern kriminalisieren?
Da fallen schon wieder einige einfach gestrickte Menschen auf das einfache Schwarz-Weiß-Weltbild der perfekten, niemals einen Fehler machenden Supermenschen auf der einen Seite - und der gemeinen vorsätzlichen Schwerverbrecher auf der anderen - herein. FRAGE: Was bringt uns das wenn wir eine arme Rentnerin, die wegen ihrers Alters vergessen hat zu stempeln, zu einer Straftäterin machen und ihr für einen Vergesslichkeitsfehler gleich mal 20% ihrer Monatsrente abknöpfen? Das kriminalisieren ganzer Bevölkerungsschichten ist dumm und hat noch nie etwas positives hervorgebracht, schon gar nicht hat es die Gesellschaft verbessert und führt auch nicht zu weniger Vergehen, sondern unterm Strich zu Mehrkosten für den Steuerzahler. Wenn ich einer armen Rentnerin 120 Euro abknöpfe, wird die zu einem Fall für den Steuerzahler, weil sie am Monatsende nichts mehr zu Essen hat. Bevor jemand verhungert, begeht dieser oft auch Verzweiflungstaten, die diese Person sonst nie im Leben gemacht. Die Älteren werden noch wissen was blanke Not und Hunger selbst aus einem sonst anständigen Menschen machen können: Diese Menschen werden dann eben ein Stück Brot im Supermarkt einstecken und geraten wegen einer Lappalie eines vergessenen Stempels in den Strudel der echten Kriminalität. Viele können auch die Scham und Erniedrigung nicht ertragen, als lebenslang hart arbeitender Mensch im Alter plötzlich auf Sozialämtern betteln zu gehen und sich erniedrigen zu lassen - wobei das auch nur wieder Mehrkosten für den Steuerzahler bedeutet. Solche unverhältsnissmäßige Strafen bringen nur mehr Ärger und Kosten für die Gesellschaft.
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