Behinderungen in München und Bayern Sturm "Burglind": Die Bilanz der Münchner Feuerwehr

, aktualisiert am 03.01.2018 - 15:53 Uhr
Die Feuerwehr in der Schwabenbächlstraße in Karlsfeld. Hier wurden mehrere Autos von herabstürzenden Bäumen erwischt. Foto: Daniel von Loeper

Am Mittwoch fegte Sturmtief "Burglind" über Deutschland, besonders stark hat es den Westen und Süden des Landes getroffen. Auch in München gab es zeitweise Chaos – mittlerweile ist jedoch das Schlimmste überstanden.

München - Zum Jahresanfang pustete es die Münchner richtig durch. Ab dem frühen Mittwochmittag fegte Tief "Burglind" mit orkanartigen Böen durch München, es galten entsprechende Warnmeldungen der Wetterdienste.

Böen bis zu 120 Stundenkilometern wurden erwartet, ab dieser Geschwindigkeit ist mit umstürzenden Bäumen und herabfallenden Dachziegeln zu rechnen, sagte Meteorologe Christoph Hartmann am Dienstag. Auch die Meteorologen von wetteronline.de veröffentlichten eine Warnmeldung. Für München galt bei ihnen ab Mittwoch die dritte von vier Warnstufen.

Die Lage am Mittwoch in München

Sturm "Burglind" traf dann auch wie vorhergesagt am Mittwoch auf München. Doch die ganz großen Schäden blieben aus. Bis 13 Uhr waren Feuerwehr und Polizei zusammen zu rund 100 Einsätzen gerufen worden. Zwei Streifen mussten sich einem Mülltonnenrennen annehmen, die Tonnen flogen durch die Werner-von-Siemens-Straße. In der Stadt waren wegen des Sturms zudem mehrere Ampeln ausgefallen. Die Feuerwehr hatte vor allem mit umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Ästen zu tun. Teilweise entfernten sie auch lose Dachziegel von den Dächern.

Auch die MVG und die S-Bahn kämpften mit den Folgen von Sturm "Burglind". Die Tramlinie 25 war wegen eines Astbruchs und damit verbundenen Oberleitungsschadens im Bereich Großhesseloher Brücke und Grünwald (Derbolfinger Platz) unterbrochen. Dort verkehrten Ersatztaxis.

Die S-Bahn war auf mehreren Linien betroffen, vor allem aber die S8 nach Herrsching. Witterungsbeding verkehrten dort keine Züge.

Der Tierpark Hellabrunn blieb am Mittwoch wegen der Orkanwarnung geschlossen. Tierpark-Direktor Rasem Baban: "Zur Sicherheit von Besuchern, Tieren und Mitarbeitern haben wir entschieden, den Tierpark heute nicht zu öffnen. Bei orkanartigen Böen besteht beim alten Baumbestand Hellabrunns eine starke Gefahr vor herunterfallenden Baumteilen. Gefährliche Tiere wie Großkatzen und Bären bleiben in ihren Ställen." Ebenso sind die städtischen Wertstoffhöfe und die Friedhöfe geschlossen. Auch hier besteht die Gefahr, von umherfliegenden Teilen verletzt zu werden.

Auch der Augsburger Zoo und die Zugspitzbahn blieben wegen Sturm "Burglind" geschlossen. Die Betreiber der Zugspitzbahn teilten mit, dass die Zahnradbahn ausschließlich zwischen den Zugspitzbahnhöfen Garmisch-Partenkirchen und Eibsee verkehren sollte - auf Deutschlands höchsten Berggipfel geht es aber nicht. Auch das Skigebiet Garmisch-Classic bleibe geschlossen. Andernorts könnten ebenfalls Liftanlagen wegen des drohenden Sturms den Betrieb einstellen, hieß es in einer Mitteilung weiter.

Der Donnerstag wird wieder etwas ruhiger

Die Wetterfront, die auch Schauer und Gewitter im Gepäck hat, überquert laut Vorhersage gegen 3 Uhr in der Nacht zum Mittwoch die deutsche Grenze im Westen. Gegen Mittag erreicht sie die Alpen. Dann drohen im Fall von Gewittern dem Norden orkanartige Böen. Die Temperaturen liegen zwischen 5 im Osten und 14 Grad am Oberrhein.

Ruhiger wird es dem DWD zufolge erst wieder in der Nacht zum Donnerstag. Ab Donnerstag zieht kräftiger Dauerregen ins Land, der örtlich Bäche zum Überlaufen bringen kann. Im Schwarzwald und in den Alpen könnten bis Freitagmittag 100 Liter Wasser pro Quadratmeter fallen, sagte der DWD voraus.

Meteorologe Hartmann sprach von einem klassischen Übergangswetter. Echtes Winterwetter mit Dauerfrost und Schnee bis in die Niederungen sei derzeit nicht in Sicht.

Hier geht's zur Wettervorhersage für die nächsten Tage für München

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