Wettbewerb für neue Nutzungen auf der Olympiaanlage startet. Die Resonanz ist gering


München/Oberschleißheim -
Das Interesse von potenziellen Investoren oder neuen Nutzern auf der Olympia-Regattaanlage ist sehr überschaubar. Bei einer Informationsrunde zum Ideenwettbewerb, der am Dienstagabend für alle Teilnehmer verpflichtend war, kamen nur eine Hand voll Interessenten.

Der Ideenwettbewerb ist ein Rettungsanker des städtischen Sportamts: Die 40 Jahre alte Anlage muss saniert werden, und die Stadt möchte das finanziell nicht alleine stemmen. Der Bund und das Land haben sich aus der Beteiligung zurückgezogen. Jetzt werden Private gesucht, die mit neuen Ideen auch neue Nutzungen finden – die Geld bringen. Parallel dazu wird versucht, den Bund und das Land wieder ins Boot zu holen.

Bei der Veranstaltung konnten nicht alle Fragen beantwortet werden: Es gab für die Interessenten keine Pläne der Gebäude, nur ungenaue Auskunft, welches Areal die Planung umfasst, wie stark sich die Stadt an Investitionen finanziell beteiligt oder wie groß der Zeitraum ist, in dem das Projekt verwirklicht werden soll. Und: Wie steht es um die Anbindung mit dem MVV? Bisher hält dort stündlich ein Bus, der zwischen Oberschleißheim und Dachau pendelt.

Das Zeitfenster: Bis zum 17.Mai müssen Bewerber ihre Ideen für die Olympia-Regattaanlage abgeben. Am 7. Juni sucht eine Jury die Finalisten aus. Danach wird die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Angebote bewertet. Bis zum 5. Juli müssen die überarbeiteten Entwürfe detailliert ausgearbeitet werden. Am 23. Juli sollen die drei ersten Plätze benannt werden. Im Herbst will der Stadtrat ein neues Nutzungskonzept diskutieren.

Für die Sportler wichtig: Der Vorrang von Rudern und Kanu auf dem Wasser muss gewährleistet sein. Der Bayerische Ruderverband und der Bayerische Kanuverband arbeiten derzeit gemeinsam an zwei Konzepten: Für ein Landesleitungszentrum Rudern- und Kanu-Rennsport und  für einen Bundesstützpunkt Rudern-Rennsport Handicap und Kanu-Rennsport-Handicap,