MÜNCHEN - Zahlen zum Thema: Wie viele Muslime es gibt– und wie sie sich in München organisieren

In der Luft liegt der Geruch von gebratenem Fleisch und orientalischen Gewürzen, Gemüse stapelt sich in den Stellagen vor den Geschäften, die Regale sind kunterbunt befüllt, und es herrscht ein munteres Sprachenwirrwarr. Dort, wo der Basar München am muslimischsten ist: Rund um die Landwehrstraße im Bahnhofsviertel. Hat wohl jeder schon gesehen. Doch das ist nur der kleine Ausschnitt aus dem muslimischen Leben in München. Die AZ liefert Zahlenmaterial:

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In München leben schätzungsweise 100 000 Muslime. Sie kommen vom Balkan, aus der Türkei, aus Nordafrika oder aus den arabischen Ländern. Damit sind sie nach den Katholiken (525 000) und Evangelischen (191 000) die drittgrößte Religionsgemeinschaft. Und es sind nicht nur Arbeiter, wie so mancher glauben mag. Es sind zahlreiche Akademiker und viele Selbständige dabei.

Muslime haben in München rund 40 Gebetsräume. Nur fünf davon sind echte Moscheen, lediglich zwei (in Pasing und Freimann) haben auch Minarette. Die anderen sind Gebetsräume in alten Lagerräumen, Hinterhöfen oder in Wohnungen.

Muslime haben sich – in vielen Vereine organisiert, die auch als Selbsthilfegruppen taugen. Das reicht von der Koranausbildung bis zum Krankenbesuch. Sie alle werden vom Muslimrat vertreten: Der Vorsitzende ist IT-Spezialist, sein Vize ist Jurist. Seit 2003 trifft sich zweimal im Jahr bei Bürgermeister Monatzeder der Runde Tisch für Muslime. Willi Bock

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