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München Fundbüro versteigert wieder Drahtesel

Julia Lenders, vom 02.11.2011 17:11 Uhr
Finley kann noch gar nicht radeln. Der kleine Bub mit den großen Augen ist erst zwei Jahre alt. Ein Radl hat er jetzt trotzdem schon – ein ganz besonderes. „Polizei“ steht auf dem blau-silbernen Rahmen. Sein Opa Hans Rötzer hat es für ihn ersteigert. „In einem Jahr kann er drauf fahren – und der Opa bringt’s ihm bei“, sagt der 65-Jährige. Foto: Sigi Müller

Das Fundbüro hat wieder Drahtesel versteigert. Von der Rostlaube bis zum Edel-Schnäppchen ist alles dabei. Am Ende haben Dutzende ein neues Gefährt – und die Stadt ist um 5500 Euro reicher

 MÜNCHEN - Ein gepflegtes Stadtradl. Ein sportliches Bike. Da schnellen die Hände bei der Versteigerung in die Höhe. Rund 100 Menschen drängen sich vor der Bühne, um vor der Kaufentscheidung noch mal einen kurzen Blick auf das angebotene Exemplar zu erheischen. Sie alle suchen neue Gefährte(n), die sie künftig zur Arbeit, an die Isar oder in den Englischen Garten tragen.

Die meisten sind gestern fündig geworden, im Innenhof des Fundbüros. Rund 90 Fahrräder kamen dort unter den Hammer – manch verbeulte Rostlaube sah auch buchstäblich so aus. Trotzdem gingen alle Drahtesel weg. 5500 Euro sind bei der Auktion zusammen gekommen. Geld, das in den städtischen Haushalt fließt.

Die Räder haben alle eines gemeinsam: Sie sind von der Polizei im Fundbüro abgegeben worden. Entweder sie sind ihrem Vorbesitzer geklaut worden. Oder sie standen so lange an Bahnhöfen oder anderen öffentlichen Orten herum, bis sie weggeräumt wurden. Erst nach einem halben Jahr dürfen sie dann versteigert werden. Die AZ zeigt Bieter und ihre Beute.

 

 

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