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München Bike-Expo: Elektrisierende Neuheiten

J. Galinski/R. Moreano, vom 19.07.2011 16:39 Uhr
Auf den ersten Blick scheint das nicht so ganz zusammenzupassen: Mountainbikes und Elektromotoren - also genau dort nachzuhelfen, wo die Selbsterfahrung und Muskelkraft die größte Rolle spielen. Aber ist der Downhill-Part nicht noch schöner, wenn die Beine dabei nicht vom Anstieg brennen? Ein E-Mountainbike bietet Genießern (oder etwas weniger fitten Kletterern) die Möglichkeit, auch mal eine Pause einzulegen, ohne absteigen zu müssen. Einstiegspreis: ab etwa 3500 Euro. (Archivbild) Foto: ddp
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Am Donnerstag beginnt in Riem die „Bike Expo“. Es geht um Elektro-Antrieb, skurrile und praktische Neuheiten - die AZ stellt vorab die neuesten Trends der Branche vor.
 

München - E-Bikes, also Fahrräder mit Elektro- oder Hybridmotor, sind doch nur etwas für ältere Semester. Besagen zumindest – noch – statistische Erhebungen: Mehr als 80 Prozent aller Nutzer sind über 50 Jahre alt. Allerdings zeigt ein Blick über die Grenze zu den als Fahrrad-Pioniere geltenden niederländischen Nachbarn: Elektro-Fahrräder sind kein Phänomen der älteren Generation mehr – auch junge Menschen sind damit unterwegs, etwa in die Schule. Pedelec heißt die Variante, bei der ein E-Motor die Muskelkraft des Fahrers unterstützt und steilen Anstiegen ihren Schrecken nimmt. Ein zukunftsträchtiges Modell, meint Klaus Dittrich, Chef der Messe München und Gastgeber der Bike Expo vom 21. bis 24. Juli auf dem Messegelände in Riem: „Wir haben uns dem Thema E-Mobility von der ersten Stunde an verpflichtet.“ In einer Halle dürfen verschiedene Elektro-Fahrräder ausgiebig getestet werden. Eine andere Halle ist Radl-Innovationen vorbehalten: Hier stellen junge Unternehmer aus, die beim „Brand new Awards“-Ideenwettbewerb mit zukunftsweisenden Konzepten prämiert worden sind – etwa einem kombinierten Sneaker und Radl-Schuh. Dazu gibt es Shows wie den Mountainbike-Sprungwettbewerb mit dem bescheidenen Titel „Go big or go home“. Die Bike Expo hat am 23. und 24. Juli für Publikum geöffnet, die Tagestickets kosten 10 (Vorverkauf) oder 16 Euro (vor Ort). Die Dauerkarte kostet 15 oder 20 Euro. Ab 2012 heißt die Expo dann Ispo Bike – und findet im August statt.

Die Sonnenbrille, die Fotos macht

Auf den Verkehr aufpassen, schalten, zwischendurch einen Schluck trinken und vielleicht auch noch mit Freunden quatschen: Radler sollten Multitasking beherrschen. Nur ganz Mutige würden es wagen, dabei noch aus voller Fahrt auch noch Bilder zu knipsen. Für solche haben findige Hersteller einen Fotoapparat in eine Sonnenbrille integriert: Das Gerät (ca. 70 Euro) nimmt das auf, was der Fahrer sieht. Manche Modelle haben den Mp3-Player mit mehreren Gigabyte Speicherkapazität gleich eingebaut – falls es beim Multitasking doch mal langweilig werden sollte.

Farbenfrohe Fixies und noch mehr

Fahrräder von der Stange kaufen? Kann jeder. Inzwischen geht das auch bei individuell gestalteten Modellen. Das Münchner Unternehmen „Urbike“ etwa bietet auf seiner Internetseite (www.urbike.de) die derzeit sehr beliebten Eingangräder an, „Fixies“ genannt, in farbenfrohen Designs nach den Wünschen der Kunden. Eine lila Gabel, ein roter Sattel und dazu blaue Felgen? Wenn’s gefällt, ist alles möglich. Die Fahrräder sind ab 449 Euro zu haben. Die so genannte Custom-Bike-Szene boomt insgesamt, auch im Premium-Sektor. Wie beim Autotuning sind die verrücktesten Anbauten möglich: Stereoanlage, Sitze mit Rückenlehne – oder Chopper-Federgabeln wie beim Motorrad.

Batterie leihen statt kaufen

Noch sind Elektroräder teuer, kosten zum Teil mehrere tausend Euro. Das liegt vor allem an der Batterie. Deshalb arbeiten verschiedene Unternehmer derzeit an Miet- und Leihkonzepten. Zum Beispiel könnten Menschen in Zukunft zwar das Fahrrad kaufen, aber die Batterie nur ausleihen. Das würde die Kosten radikal senken. Das Fahrrad würde dann noch einige hundert Euro kosten, die Leihgebühr für die Batterie könnte um die 50 Euro liegen. Das wäre ein Schritt auf dem Weg zu einer größeren Akzeptanz der E-Bikes: Sie wären für viel mehr interessierte Radler erschwinglich und blieben nicht nur denen mit großen Geldbeuteln vorbehalten. Denn es ist ja auch eine Sache des Umweltschutzes: Je mehr Fahrräder unterwegs sind, desto weniger Abgase.

Drahtesel statt Pferd

Sie heißen Toreros und Toros und versuchen in Zweier- und Dreierteams, per Schläger einen Ball ins gegnerische Tor zu schlagen. Dabei sitzen sie allerdings nicht auf einem Pferd, sondern auf dem Drahtesel: Radpolo wird immer beliebter, die beiden Münchner Teams sind national ziemlich erfolgreich. Ihre Sportgeräte sind Spezialanfertigungen, mit denen sie auch rückwärts fahren können. Auf der Bike Expo findet das „Polocatepetl“-Turnier statt – ganztägig am Samstag und am Sonntag mit 24 internationalen Teams.

 

Kommentare (1)
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JUL
19
18:40 Uhr, geschrieben von biker
nichts für einen echten sportler
also es gibt ja schon moutainbikes da ist der motor so elegant versteckt ,dass man sich wundert warum der gwamperte radler vor mir so einen antritt hat und dabei grinst wie der schellem siebener. denn solange ich gesund bin kommt mir so ein krankenradel nicht unter meinen hintern weil ich angst habe,dass sich mein muskulöses hinterteil dann mit einer fettschwarte umgibt. außerdem .jenseits von 20 kmh brauchen diese pedelecs ein nummernschild und eine versicherung.Wie man die gesetzlich vorgeschriebene geschwindigkeitsbegrenzung aushebelt bekommt man im radlladen bim kauf schon als "zuckerl"gesagt ...hinter vorgehaltener hand natürlich.wehe wenns dann mal scheppert wird sich der händler kaum mehr an seinen tip erinnern....ansonsten sind diese dinger für alte und kranke schon eine gute sache....wenn sie nur bis 20gehen.
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