Mountainbike-Drama Zillertal: Radler aus Bayern stürzt in den Tod
rah, 09.07.2012 16:15 Uhr
Radltour durch das Zillertal endet mit einem Toten. Michael S. (31) stürzt vor den Augen seines Freundes 150 Meter tief in eine Rinne. Foto: fib/GG
Eine Radltour durch das Zillertal endet mit einem Toten. Michael S. (31) stürzt vor den Augen seines Freundes 150 Meter tief in eine Rinne.
Forstinning - Schafkopfen und Autos – das waren die Leidenschaften von Michael S. Am Allerliebsten aber radelte der 31-Jährige aus Forstinning (Landkreis Ebersberg) in seiner Freizeit mit Spezln auf seinem Mountainbike durch die Alpen. Am Sonntag stürzte er vor den Augen eines Freundes bei einer Tour durchs Zillertal 150 Meter tief in den Tod.
Michael S. und sein Begleiter sind mit ihren Rädern im Gemeindegebiet von Brandenberg (Bezirk Schwaz) unterwegs. Sie befahren einen Wanderweg von Kolmhaus über den so genannten Steiner Kögerl. Am Nachmittag wollen die beiden Radler wieder zurück nach Mayrhofen, wo ihr Auto steht.
Das Gelände, das sie sich für ihre Tour ausgesucht haben, ist an einigen Stellen steil und tückisch. Die starken Regenfälle der letzten Tage haben das Erdreich aufgeweicht. Es ist extrem rutschig. Doch die beiden Männer aus Forstinning und Regenstauf sind gut ausgerüstet und außerdem erfahrene Mountainbiker.
In einer Linkskurve will Michael S. auf seinen Begleiter warten. Er hält an. Steigt aber nicht von seinem Radl. Plötzlich verliert der 31-Jährige das Gleichgewicht. Er stürzte rückwärts etwa 150 Meter in eine steile Rinne ab. Sein Radl landet irgendwo zwischen Gestrüpp und Büschen.
Sein Spezl setzt über Handy sofort einen Notruf ab. Ein Rettungshubschrauber mit einem Notarztteam steigt auf. Doch die Helfer können nichts mehr für den 31-Jährigen tun. Er verstirbt noch an der Unglücksstelle.
Die Besatzung birgt den Toten mit Hilfe einer Seilwinde und bringt ihn zurück ins Tal. Der zweite Mountainbiker bleibt unverletzt, erleidet aber einen Schock. Er wird von Psychologen betreut.





Hier spricht die 'Neunmalkluge'
Mit Verlaub die Herren, denke mal, dass mein Kommentar diesbezüglich weder abwertend noch das Opfer verhöhnend - im Gegenteil - geschrieben war. Dass ich aber als 'Neunmalkluge' und geduzt werde, das lässt Rückschlüsse auf die Kommentatoren zu. So viel dazu. Lesen Sie sich bitte meinen Erstkommentar bitte noch mal in aller Ruhe durch. Hier nochmals zur Erklärung: Ich bin Bergsteigerin und von meinem Vater und von meiner Mutter (samt sämtlichen Hüttenwirten) 'gebrieft' worden, auf evt. Gefahren in der Bergwelt. Und zwar ohne Handy und 'schlag' mich Tod'. Wenn die Wetterlage es schlichtweg verboten hat, dann sind wir einfach nicht auf einen Gipfel rauf. So einfach ist das. Schon gar nicht mit einem Mountainbike. Ganz einfache Frage: 'Was macht man mit einem Fahrradl in den Bergen? Auch wenn mir der Freund sehr leid tut, der zu Tode gekommen ist, bei so einer Wetterlage in die Berge zu radeln ist für mich selbstgemachter Wahnsinn. Und auch wenn es grob klingt: 'Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!!' Das gilt auch für die Bergrettung, die unzähligen Wachtler, Heliflieger, die solche Freizeithektiker wieder rausholen müssen. Und noch mal: Ein Berg ist ein Berg und kein Radlweg!! Herrschaftszeiten, das hat schon der guade Messner gsagt!
da fällt mir nix mehr ein ..
@gwitterhex . Dass solche neunmalklugen immer bei solche Tragödien aus den Löchern kriechen... einfach schlimm. Ich kenn das Opfer gut und weiß, dass er seine Fähigkeiten immer sehr gut einschätzen konnte und sich auch mit Wetter und Wetterlage in den Bergen sehr gut auskennt, da er seit mind. 10 Jahren fast jedes 2. Wochenende in den Bergen unterwegs war ! Also erzähl nix siebengescheites ! Mein Beileid gilt allen Verwandten, Freunden und Bekannten. Er war immer ein super netter, hilfsbereiter und toller Kerl. Er wird eine Lücke hinterlassen. In Trauer
wer lesen kann ist klar im Vorteil
@Gwitterhex: Die Ursache war: 'Er hält an. Steigt aber nicht von seinem Radl. Plötzlich verliert der 31-Jährige das Gleichgewicht.' Folgerung: Das hat nichts mit dem Wetter zu tun! Also verschone uns doch mit allgemeinen Floskeln, die nicht mal auf diesen Fall anwendbar sind.