Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren
Artikel bewerten [0.00/0]

Mobiles Einkaufen: Nutzer sehen Verbesserungsbedarf

dpa, vom 06.02.2012 15:59 Uhr
Der mobile Handel boomt, aber nicht alle sind mit den Geschäftsmodalitäten zufrieden. Foto: Wolfgang Kumm   Foto: dpa
Der mobile Handel boomt, aber nicht alle sind mit den Geschäftsmodalitäten zufrieden. Foto: Wolfgang Kumm   Foto: dpa

Der mobile Internet-Handel hat längst kräftig Fahrt aufgenommen, doch Verbraucher sehen deutlichen Verbesserungsbedarf.

Berlin - Zu hohe Mobilfunkpreise, Sicherheitsbedenken und nicht ausreichend leistungsfähige Netze sehen Nutzer einer aktuellen Umfrage zufolge derzeit als die größten Hindernisse an.

Das geht aus einer Studie hervor, die Ebay und die Verbraucher Initiative e.V. in Berlin vorstellten. Gut ein Drittel der Verbraucher (36 Prozent) hat demnach bereits schon einmal über das Smartphone oder Tablet etwas gekauft, 74 Prozent haben sich vor einem Kauf unterwegs informiert - Tendenz steigend, so schätzen die Experten. 69 Prozent wünschen sich allerdings geringere Kosten für das mobile Surfen, eine kostenlose Nutzung von öffentlichen WLAN-Netzen würden ebenfalls 69 Prozent für das mobile Einkaufen als förderlich befinden.

60 Prozent der Besitzer von Smartphones und Tablets wünschen sich allerdings auch eine bessere Datenübertragungsrate, 50 Prozent eine verlässlichere Netzabdeckung. 58,5 Prozent der Befragten würden häufiger mobil einkaufen, wenn es dabei mehr Sicherheit gäbe. Dabei geht es um das mobile Bezahlen wie auch um eine bessere Transparenz bei Kaufverträgen.

Dabei boomt der mobile Handel. Künftig werde sich die Art und Weise, wie wir einkaufen und zahlen, durch die wachsende Verbreitung von Tablets und Smartphones schneller und umfassender ändern als in den letzten 20 Jahren, sagte Nikolaus Lindner von Ebay. Eine Verdrängung des stationären Handels werde es dabei nicht geben, vielmehr eine Verzahnung der verschiedenen Handelswege. Ob ein Kunde mobil oder online bestellt, um etwas im Laden abzuholen oder etwas in einem Geschäft sieht, das er später online oder gleich mobil bestellt - die einzelnen Kanäle ließen sich längst nicht mehr sinnvoll auseinanderdividieren, sagte Gerrit Heinemann, Professor an der Hochschule Niederrhein.

Das mobile Einkaufen werde im Vergleich zum Online-Handel überproportional schnell wachsen, schätzt Heinemann. Wer sich im stationären Handel nicht schnell anpasst, den werde es schon bald nicht mehr geben. Auf der anderen Seite sei der mobile Handel aber auch eine "Riesenchance" für stationäre Läden.

Die am Montag vorgestellten Ergebnisse stammen aus dem dritten Teil einer repräsentativen Studie, die auf der Basis von Daten des Marktforschungsinstituts Innofacts ermittelt wurden. Insgesamt wurden dabei 2166 Personen im Alter ab 14 Jahren befragt.

Kommentare (0)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
  • Kommentare schreiben
Titel *  
     
Autor *  
     
Kommentar *  
             
(optional)
E-Mail   (wird nicht veröffentlicht)
             
Straße     Hausnr.  
             
PLZ     Wohnort  
             
    (E-Mail keine Pflichtangabe, allerdings können Kommentare ohne Angabe der vollständigen Adressdaten in der gedruckten Ausgabe leider nicht berücksichtigt werden. E-Mail, Straße und Nummer werden nicht veröffentlicht.)
             
      * Pflichtfelder
Facebook zieht ganze Branche runter
[Kommentare 1] Facebook hat nach hochgesteckten Erwartungen nur ein holpriges Börsendebüt hingelegt.
Facebook-Potenzial noch nicht ausgereizt
 Mobile Spiele können die Facebook-Erfahrung entscheidend erweitern, ist Alex Dale überzeugt.

Anzeige

Die AZ-Top-Bilder
mehr Bilder mehr Bilder
Anzeigen & Verlagsbeilagen zum Durchklicken
 
Das München-Wetter
 
 
Anzeige
Nachrichtenticker
10:43   Deutscher Arzt stirbt bei Abstieg vom Mount Everest
10:35   Union und FDP stemmen sich gegen Eurobonds
10:23   Biedermann als Zweitschnellster ins Finale über 400 Meter Freistil
10:21   Aserbaidschanische Musiker protestieren gegen Druck
10:10   45 Tonnen Hagel, Blitze und viel Regen: Millionenschaden in NRW
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Interaktiv
  • Umfrage
Am Boden zerstört: Bastian Schweinsteiger

Wieder kein Titel für den Rekordmeister. Was muss sich beim FC Bayern ändern?

 
Der Trainer! Da muss ein Knaller kommen
Die Spieler! Rib-Rob funktioniert nicht mehr
Nichts! Die Bayern hatten einfach Pech
Alles! Da muss eine harte Zäsur rein
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Meist gelesen
  • Meist kommentiert
  • Neueste Artikel
  • Facebook
  • Twitter
Video
Börse und Finanzen

 

Der tägliche Super Deal der AZ