Mobbing, Abmahnung, Kündigung Großhadern: Klinik-Chef landet vor Gericht

Nina Job, 14.09.2011 17:47 Uhr

Zu alt, Ausländerin und dann noch eine Frau: Klinikdirektor Gerd Koslowski soll eine Mitarbeiterin (52) diskriminiert haben

MÜNCHEN Der Personal-Zoff im Klinikum Großhadern geht in eine neue Runde. Mitarbeiter werfen dem kaufmännischen Direktor Gerd Koslowski vor, „ein Klima der Angst und Verunsicherung“ zu verbreiten (AZ berichtete). Verdiente Mitarbeiter würden grundlos versetzt oder bekämen keine neuen Verträge mehr - ganz zu schweigen vom rüden Umgangston. Unvergessen etwa die Anekdote, wie sich Koslowski über den Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Maximilan Reiser, geäußert haben soll: „Will der uns anpissen? Ich habe den längeren Strahl.“

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Jetzt kommen neue Vorwürfe gegen den kaufmännischen Direktor dazu: Er soll eine verdiente Mitarbeiterin diskriminiert haben. Gestern landete der Fall vor Gericht.

Koslowski soll zu der Frau gesagt haben: „Verlassen Sie die Klinik, ich möchte Sie hier nicht mehr sehen!“ Begründet habe er das so: Sie sei eine alte Frau und außerdem Ausländerin. Während des Gesprächs soll er ihren Akzent imitiert haben.

„Herr Koslowski bestreitet die Äußerungen entschieden. Umstrukturierungen stoßen nicht bei jedem auf Gegenliebe“, sagt Mark Sandrock, Syndikus des Klinikums Großhadern.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der AZ auf Seite 9.

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Kommentare (52)
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DEZ
12
Alf, 07:24 Uhr

Fairnis

Wenn aus Kostengründen entlassen werden soll, gehts selten Fair zu, da kann man bestenfalls noch versuchen eine ordentliche Abfindung per Vergleich zu erringen. ABER wie man hört : die EU-Kommision fordert nun Abitur für Pfegekräfte, da erledigt sich die Angelegenheit dann von alleine.

NOV
23
Nebelmacher, 13:53 Uhr

Lebens- Arbeitsumstände am KUM

Seit der Direktionsmitteilung daß am Do. + Fr. dieser Woche etwas außerordenlich wichtiges den Beschäftigten mitgeiteilt wird, herrscht das pure Chaos und die totale Angst unter den Mitarbeitern. Denn allen ist kar; 17 Millionen offizielle Schulden; riesige Bauvorhaben die ein finanzielles Faß ohne Boden sind, können nur dadurch aufgefangen werden, indem man alle die einen befristeten Vertag haben nicht weiterbeschäftigt. Alle die sich trauen Fragen zu stellen über den Sinn oder Unsinn von Entscheidungen, werden solange mit gemaßregelt (andere sagen:schikaniert) bis sie völlig entmutigt und enttäuscht das Weite suchen. Wenn auch diese jahrzehntelangen treuen und loyalen Mitarbeiter mit ihren Altverträgen weg sind, ist der Weg frei für Mindestlohnempfänger. Ist den Entscheidungsträgern bewußt: diese Mitarbeiter sind nicht nur die Seele der Klinik und der Abtlg., sondern auch das Wissen und das Gedächtnis. Nicht alles kann man aus dem PC rauslesen und umsetzen. Es ist wir mit einer Sprache, ist der letzte der diese spricht ersst gestorben, ist diese unweigerlich verloren. Dasselbe geschieht mit dem KUM, ist der letzte der treuen und loyalen MA weggegangen, bleibt nur noch eine dieser herzlosen und seelenlosen Behandlunsfabriken übrig. Es ist so wie neulich einer es trefflich ausgedrückt hat: Man kann hier super arbeiten, es stören nur die Patienten und das Kleinvolk unter den MA.

NOV
23
Analytiker, 10:33 Uhr

Warum auch mehr bezahlen?

Im stillen Kämmerchen wird doch bereits ausgehandelt, wie die MA klein gehalten werden. Bevor dem Mitarbeiter hier nur 1 Euro mehr bezahlt wird, werden lieber aus Billigländer Leute angeworben, die brav den Mund halten, aus Angst um ihre Aufenthaltsgenehmigung. So war die Praxis in der Vergangenheit, und so wird es auch in der Zukunft laufen!

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