Mitpreisexplosion in München Nockherberg-Debatte: So fördert die Stadt bezahlbaren Wohnraum

So werden die neuen Wohnungen ("Am Alten Eiswerk") am Paulaner-Areal an der Ohlmüllerstraße aussehen. Wer drin wohnen wird? Menschen mit Geld. Foto: Formstadt Architekten

Das Planungsreferat widerspricht der Linkspartei: Man tue in München viel mehr für bezahlbaren Wohnraum als andere Kommunen.

München - Die Stadt wehrt sich in der Nockherberg-Debatte gegen den Vorwurf, sie tue nicht genug gegen die Mietpreisexplosion in München. Im AZ-Interview hatte Linken-Stadträtin Brigitte Wolf der Stadt vorgeworfen, sie tue viel zu wenig und sei selbst schuld an den teils extremen Immobilienpreisen am Nockherberg. Wie berichtet, hatte außerdem der Chef der Bayerischen Hausbau, Jürgen Büllesbach, in der "SZ" kritisiert, Hamburg habe zum Beispiel sozialere Vorgaben für Neubaugebiete.

Schuld an der Mietpreisexplosion? So rechtfertigt sich die Stadt 

In einer Mitteilung des städtischen Planungsreferats hieß es nun gestern, mit dem Programm der "Sozialen Bodennutzung" (Sobon) spiele für die Stadt "die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eine herausragende Rolle". Man habe neben einem Anteil von 30 Prozent geförderten Wohnungen eine zusätzliche Quote von 10 Prozent für preisgebundene Mietwohnungen vereinbart. "Mehr wurde vonseiten der Wohnungswirtschaft jedoch leider nicht mitgetragen", heißt es in der Mitteilung. Übrigens sei die Bayerische Hausbau an diesem Prozess "maßgeblich beteiligt" gewesen.

Planungsreferntin Merk: "München ist im Städtevergleich bei den Förderquoten vorne"

Planungsreferentin Elisabeth Merk (parteilos) wehrt sich auch gegen den Vorwurf, andere Städte seien beim Fördern bezahlbarer Wohnungen inzwischen weit voraus. "München ist im Städtevergleich bei den Förderquoten vorne: Die meisten anderen Städte, die ein solches Modell überhaupt und teilweise erst seit kurzem anwenden, verlangen geringe oder ähnliche Förderquoten", schreibt Merk. So liege sie in Berlin bei 25 Prozent und in Frankfurt bei 30 Prozent. 

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