Mit Schusswaffe bedroht Teenie-Räuber (16) lockte Opfer mit Turnschuhen an

Übers Internet hatten sich Opfer und Täter verabredet. (Symbolbild) Foto: dpa

Das Treffen mit einem unbekannten Schuhverkäufer an der Gräfelfinger Straße nahm für einen 21 Jahre alten Chinesen eine dramatische Wendung.

Kleinhadern - Vollmaskiert mit schwarzer Maske überfiel der Täter am 23. Februar einen 21-Jährigen in der Gräfelfinger Straße, richtete eine dunkle Schusswaffe auf sein wehrloses Opfer. Mit dessen Geldbörse entkam der Räuber unerkannt. Zunächst: Denn nun kann er für seine Tat endlich belangt werden.

Er schien längst über alle Berge. Dabei hatte sein Opfer direkt nach dem Überfall die 110 gewählt und die Fahndung konnte sofort eingeleitet werden - aber ohne Erfolg! Erst die Experten für Raub- und Erpressungsdelikte konnten knapp eine Woche später einen 16-jähriger Münchner als Täter ermitteln.

Nichtsahnend wartete das Opfer auf seinen Räuber

Wie sich herausstellte, hatte er sein Opfer mit modischen Sneakern in die Falle gelockt. Der 21 Jahre alte Chinese ist leidenschaftlicher Schuhsammler, übers Internet hatte er sich mit einem Mann verabredet, um neue Stücke für seine Sammlung zu kaufen.

Fünf Minuten wartete der Chinese an jenem Abend an der Straße, dann schnappte der Täter zu. Wie sich nun herausstellte, nutzte er eine Schreckschusspistole und keine echte Waffe für den Raub. Bei der Vernehmung legte er ein umfassendes Geständnis ab. Der Ermittlungsrichter entschied gegen Untersuchungshaft. Bis zu seiner Verhandlung kann der Jugendliche also in seinem Kinderzimmer über die Schwere des Verbrechens nachdenken.

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