Mit Rushdie und Follett Herbstlese: So wird das Münchner Literaturfest 2017

Kommt zum Literaturfest nach München: Salman Rushdie liest am 1. Dezember in der LMU. Foto: dpa

Am Donnerstag beginnt das Münchner Literaturfest. Über 80 Autoren und Autorinnen werden in der Stadt erwartet. Wer wann wo liest... der Überblick.

München - Den Überblick über das Programm hat man schnell verloren, aber die Überforderung ist ja auch ein Teil des Konzepts beim Münchner Literaturfest. Schließlich ist dies ein Dachbegriff für verschiedene Reihen, wie das "forum:autoren", das in diesem Jahr Doris Dörrie zusammengestellt hat, die traditionelle Bücherschau im Gasteig mit ausgedehntem Kinder- und Jugendprogramm und das Programm des Literaturhauses.

Geschichten rund um Wahrheit und Erfindung stehen dieses Jahr im Mittelpunkt des Literaturfestes München. Unter dem Motto "Alles Echt. Alles Fiktion" lädt die Regisseurin und Schriftstellerin Doris Dörrie zu Lesungen, Vorträgen, Diskussionen, Filmvorführungen und vielem mehr. Los geht es heute 19 Uhr mit der Eröffnung, zu der neben der diesjährigen Kuratorin auch die Autoren Deborah Feldman, Ariel Levy und Frank Witzel erwartet werden, ebenso wie der Kinderbuchautor Paul Maar, Schöpfer des "Sams".

Literaturfest München mit Salman Rushdie und Ken Follett

Insgesamt erwartet das Literaturfest bis zum 3. Dezember rund 80 Autoren, darunter Salman Rushdie und der Bestseller-Autor Ken Follett ("Das Fundament der Ewigkeit", die Veranstaltung im Literaturhaus ist bereits ausverkauft). Am 20. November wird zudem der Geschwister-Scholl-Preis verliehen, der in diesem Jahr an Hisham Matar für sein Buch "Die Rückkehr" geht. Matar schildert darin die Suche nach seinem in Libyen verschollenen Vater. Der Preis des bayerischen Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und der Stadt München ist mit 10 000 Euro dotiert.

Bei der 58. Münchner Bücherschau im Kulturzentrum Gasteig präsentieren Verlage mehr als 20.000 Neuerscheinungen. Am ersten Dezemberwochenende (2./3. Dezember) lädt das Literaturhaus zum Markt der unabhängigen Verlage unter dem Motto "Andere Bücher braucht das Land 2017". Flankiert wird der Markt von einer Werkschau des Maro Verlags, der heuer den Preis für einen bayerischen Kleinverlag erhält. Jede Menge guter Autoren fanden hier ihr Zuhause, allen voran Charles Bukowski, erstmals auf Deutsch in der kongenialen Übersetzung von Carl Weissner.

Im Literaturhaus ist auch die "nächtliche Sammelstelle" für die Literaturinteressierten. Weil derzeit keine aktuelle Ausstellung läuft, hat Doris Dörrie im Erdgeschoss am Salvatorplatz die Panoptikum- "Festivalbar" eingerichtet, in der man schon ab elf Uhr morgens schmökern und Podcasts hören kann. Ab 22 Uhr schließlich gibt dort es ein täglich wechselndes Nachtprogramm.

Im Überblick: Lesungen und Gespräche

Dora Heldt stellt "Wir sind die Guten" am 16.11 im Gasteig vor.

Deborah Feldman liest am 16.11 im Literaturhaus (18.30 Uhr).

Sven Regener liest am 16.11. (Kammerspiele, 20 Uhr).

Olli Dittrich diskutiert mit Doris Dörrie am 17.11. im Literaturhaus

Sebastian Fitzek stellt "Flugangst 7A" am 17.11 im Gasteig vor.

Günther Maria Halmer stellt seine Biografie am 20.11 im Gasteig vor.

Ulrich Wickert liest am 21.11. um 19 Uhr im Gasteig.

Robert Menasse stellt "Die Hauptstadt" am 22. 11. im Gasteig vor.

Oskar Roehler liest am 26.11. um 18 Uhr im Literaturhaus.

Colson Whitehead liest am 28.11. um 20 Uhr im Literaturhaus.

Thomas Lehr liest am 29.11. im Literaturhaus (20 Uhr).

Simone Buchholz liest am 29.11 im Gasteig (19 Uhr). Foto: Multhaupt

Ulla Hahn liest am 30.11 um 19 Uhr im Gasteig (Black Box).

Salman Rushdie liest am 1. Dezember in der LMU (20 Uhr).

Ursula Poznanski liest am 2.12. im Gasteig (15 Uhr) aus "Aquila".

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