Mit Reiter, Sixt, Glas, Fischer & Co. Bilder & Video: So schön war das Sternefest der Abendzeitung

,
Das AZ-Sternefest 2017 war eine rauschende Gala mit jeder Menge Prominenz. Die Bilder. Foto: Bernd Wackerbauer/Daniel von Loeper

Die Abendzeitung feiert mit über 200 Gästen aus Münchens Kulturszene die Sterne des Jahres im Lustspielhaus.

München - "Lasst die Luft nicht zu Beton werden", rief Julia Riedler im Lustspielhaus. Sie erhielt einen AZ-Stern als "Schauspielerin des Jahres" für ihre Auftritte in "The Re'search" und "Caspar Western Friedrich" und dankte mit einem engagierten Plädoyer für das Theater und die Menschlichkeit.

"Lasst live sein!", schloss die gebürtige Salzburgerin ihr Bekenntnis zum gemeinschaftsbildenden Theatererlebnis. Sie dankte auch ihrer "kongenialen Partnerin" Brigitte Hobmeier, mit der sie derzeit in Tschechows "Kirschgarten" auf der Bühne der Kammerspiele steht.

Brigitte Hobmeier war im November auch im Fernsehfilm "Ein Teil von uns" zu sehen. Für dieses ARD-Familiendrama wurde die Regisseurin Nicole Wegmann geehrt. "Seit ich diesen Film gedreht habe, bin ich immer mehr begeistert von München", bekannte die gebürtige Karlsruherin.

In diesem Film hat auch Christian Stückl einen Kurz-Auftritt als Obdachlosen-Pfarrer. Der Intendant des Münchner Volkstheaters nahm einen Stern stellvertretend für den Schauspieler Jean-Luc Bubert entgegen, der an dem Abend als Klosterbruder auf der Bühne stand und erst nach der Vorstellung ins Lustspielhaus kam.

"God bless Munich", rief der fulminant gestartete Staatsballettchef Igor Zelensky, dessen neues Ensemble die Stadt begeistert. Eine ähnliche Überraschung ist Roger Diederen in der Hypo-Kunsthalle mit seiner fantastischen Retrospektive des spanischen Malers Joaquín Sorolla gelungen. "Es war ein Wagnis", sagte der Kunsthallen-Direktor. "Aber die Neugier der Münchner hat gewonnen. Ich widme den Stern unseren 175.000 Besuchern!".

"Hätte nicht gedacht, dass amerikanische Haare noch einmal eine so große Rolle spielen würden"

Regisseur David Bösch ließ sich auf dem AZ-Sternefest von der Schauspielerin Katharina Pichler die Marke Prada erklären. Er meinte bisher immer, sie hätte etwas mit dem Wiener Prater zu tun. Er erhielt den Preis für seine Inszenierung des Kroetz-Stücks "Mensch Meier" im Marstall des Bayerischen Staatsschauspiels.

"Vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass amerikanische Haare noch einmal eine so große Rolle spielen würden", meinte Gil Mehmert in Anspielung auf den neuen US-Präsidenten. Der Regisseur nahm die Ehrung für seine Inszenierung des Musicals "Hair" entgegen, das als Aufführung des Gärtnerplatztheaters im vergangenen Februar in der Reithalle herauskam. Dann begleitete er Bettina Mönch bei einem aus diesem Musical auf der Gitarre.

Simon Verhoeven ("Willkommen bei den Hartmanns") gab sich als AZ-Leser seit Jugendtagen zu erkennen: "Man erkannte immer an den Marmeladeflecken, welcher Teil der Zeitung schon gelesen war". Der literarische AZ-Stern Pierre Jarawan ("Am Ende bleiben die Zedern") war 2011 für drei Monate Praktikant in der Kulturredaktion der Abendzeitung.

Der Hornist Jörg Brückner widmete den Stern seiner Gattin Cora Irsen und seinen Kollegen bei den Münchner Philharmonikern. Zwischendrin versetzte das Janoska-Ensemble aus Bratislawa mit einer "Fledermaus"-Ouvertüre auf Abwegen den Saal in Begeisterung.

Jutta Speidel wurde für ihre Initiative Horizont e. V. geehrt, mit der sie obdachlose Mütter und ihre Kinder unterstützt. Und dann erinnerte der Kabarettist Christian Springer an die multikulturellen Wurzeln Bayerns. Unsere Vorfahren waren Kelten, Römer, versprengte Germanen und syrischen Bogenschützen. Wenn deren Nachkommen heute zu uns fliehen, rate er immer: "Seid nett zu ihnen, eure Verwandten kommen."

JETZT LESEN

Auch interessant