Mit gefälschten Kreditkartendaten Mann will sich Luxus-Handys ergaunern

Auf der Maximilianstraße wollte sich "Guazzo" mit Luxushandys eindecken (Symbolbild). Foto: dpa

Er nannte sich "Guazzo" und wollte in einem Geschäft in der Maximilianstraße mehrere Luxus-Handys im Wert von über 40.000 Euro kaufen - mit geklauten Kreditkartendaten.

Altstadt - Die Luxus-Handys in einem Laden in der Maximilianstraße hatten es ihm angetan: Am Samstag, den 14. März, kaufte der Mann, der sich "Guazzo" nannte, den Luxusladen in der Maximilianstraße. Ein Handy für schlappe 5.225,00 Euro sollte es sein. Zur Bezahlung schickte "Guazzo" der Verkäuferin per WhatsApp die Kartendaten und legte ihr zur Legitimation eine italienische Carta d'identitá vor.

Kurz darauf bekam die Verkäuferin erneut eine WhatsApp-Nachricht: "Guazzo" wollte noch fünf weitere Edel-Handys kaufen - die neue Rechnung von 37.880,00 Euro wollte er mit den Daten einer anderen Kreditkarte bezahlen und später von einem Mann namens Salvatore Borelli abholen lassen.

Da dem Verkaufspersonal diese Vorgehensweise laut Polizei nun doch seltsam vorkam, wandten sie sich hilfesuchend an die Polizei. Mit der beim Einkauf angefertigten Kopie des italienischen Ausweises stellten die Beamten fest, dass es sich um eine Fälschung handelte. Die Kreditkartendaten, so konnte ermittelt werden, waren bei einem namentlich noch nicht bekannten italienischen Geschädigten ausgespäht worden waren.

Wenige Tage später, am Dienstag, den 17.März, um 14.00 Uhr, betrat dann tatsächlich ein 29-jähriger Mann mit einer gefälschten italienischen ID-Card, ausgestellt auf Salvatore Borelli, das Luxusgeschäft, um die fünf Handys abzuholen. Er wurde von der Polizei festgenommen. Wie die Polizei mitteilt, erging sich der 29-Jährige bei der Vernehmung in Ausflüchte und führte "den üblichen großen Unbekannten an". Er wäre lediglich als unwissender Bote missbraucht worden und hätte auch geglaubt, dass die Vorlage eines auf andere Personalien ausgestellten Ausweises lediglich aus steuerlichen Gründen erfolgen sollte.

Während der Vernehmung wurde der Tatverdächtige dann laut Polizei plötzlich ohnmächtig. Der sofort alarmierte Notarzt ließ den 29-Jährigen in ein Krankenhaus einliefern, wo allerdings keine Erkrankung festgestellt werden konnte. Stattdessen wurde die Haftfähigkeit bescheinigt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehl.

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