Mit der Po-Dusche zum Erfolg "Höhle der Löwen": Produkt für Arsch und ein Hundehaufen

Dagmar Wöhrl nimmt "HappyPo", die Dusche für den Po, unter die Lupe Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

In der neuesten Folge von "Die Höhle der Löwen" wurde es etwas schmutzig: Direkt beim ersten Deal wurde den Löwen vor die Füße gekackt. Und dann gab es da auch noch ein Produkt für den Arsch.

In der aktuellen Ausgabe von "Die Höhle der Löwen" gab es für die Investoren Judith Williams (45), Carsten Maschmeyer (58), Frank Thelen (42), Ralf Dümmel (50) und Dagmar Wöhrl (63) wieder eine breite Palette an Produkten. Diese reichten von App-gesteuerten Wärmepads bis hin zu einem Produkt für den Arsch. Die absoluten Sieger des Abends waren aber Hundewelpen, die auch für ein kleines Malheur sorgten.

 

Yumminator aus Graz

Hunde und Katzen sind des Menschen liebste Haustiere. Hier setzt die Erfindung von Marcus König (35) aus Graz an. Er hat den laut eigener Aussage "rutschsichersten Futternapf der Welt" entwickelt. Doch der Futterplatz für die Vierbeiner gerät sofort in den Hintergrund, als mehrere achtwöchige Welpen in die "Höhle der Löwen" gebracht werden, um zu zeigen, wie das Produkt von König funktioniert. Die kleinen Racker lassen die Herzen der Investoren höher schlagen. Das Highlight: ein Welpe setzt einen Haufen direkt vor die Füße der Löwen. Nachdem die putzigen Vierbeiner das Studio verlassen haben, darf der Grazer sein Produkt doch noch vorstellen.

Er benötigt 125.000 Euro und würde im Gegenzug 15 Prozent seiner Firmenanteile abgeben. Maschmeyer findet Gefallen am seiner Meinung nach "süßesten Pitch", sagt aber, dass er nicht der richtige Investor sei. Den findet er schließlich in Ralf Dümmel, der allerdings für die 125.000 Euro fünf Prozent mehr verlangt. König macht ein Gegenangebot: 20 Prozent für 150.000 Euro. Dümmel willigt ein und der Deal ist perfekt. Der Grazer verlässt als "König der Löwen" das TV-Studio.

Happy Cheeze aus Cuxhaven

Um veganen Käse dreht sich alles bei Dr. Mudar Mannah (44) und Rocky Wüst (35) aus Cuxhaven. Die beiden wollen für ihre vegane Käsealternative 500.000 Euro für zehn Prozent an ihrer Firma "Happy Cheeze". Hergestellt wird der alternative Käse aus der Milch von Cashewkernen. Der "falsche" Käse kommt dabei ohne tierische Bestandteile aus.

Bei einer ersten Geschmacksprobe geht die Meinung der Löwen auseinander: Judith Williams findet, die Alternative kommt dem Geschmack von Käse sehr nahe. Dagmar Wöhrl kann dem nicht beipflichten. Vor allem stört sie sich daran, dass die Milch von teuren Cashewkernen kommt. Der Verkaufspreis für den veganen Käse liegt deshalb für 150 Gramm auch bei über 12 Euro. Das stinkt drei Investoren mächtig und so bleiben am Ende nur noch Frank Thelen und Carsten Maschmeyer übrig. Letzterer findet allerdings "die Bewertung ist Käse". Da sein Sohn allerdings Veganer ist, hat er Interesse an einem Investment. Gemeinsam mit Thelen investiert Maschmeyer am Ende die 500.000 Euro. Allerdings verlangen sie 30 Prozent Firmenanteile. Der Deal kommt zustande.

Vulpés aus Kiel

Johanna Wiese (24) und Rustam Ismailov (30) stellen den Löwen ihre Lösung für alle Frostbeulen vor: Die Einlegesohlen und Mützen von Vulpés sind mit Wärmepads ausgestattet, die per App gesteuert werden können. 200.000 Euro brauchen die Gründer für zehn Prozent Firmenanteile. "Da der Preis, den sie aufrufen sehr heiß ist, bekomme ich kalte Füße", so Maschmeyer. Nur Frank Thelen bleibt bis zum Schluss im Rennen, denn er sieht in dem Produkt einen "Zukunftsmarkt". Doch schlussendlich ist auch er raus, denn er rät den jungen Gründern, sich nicht zu breit aufzustellen, sonst seien sie chancenlos. "Sucht euch ein Thema und werdet dort die besten."

Tukluk aus Wien

Gründer Benedikt Kirsch (37) will Kinderherzen höher schlagen lassen. Der Produktdesigner stellt den Löwen "Tukluk" vor, eine modulare Spielmatte für Kinder, die damit ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Dank des patentierten Magnetsystems können die Matten zu Räuberhöhlen, Piratenschiffen usw. umgebaut werden. Auf die Idee zu seinem Produkt, das er von zwei Kindern vorführen lässt, kam Kirsch schon vor zehn Jahren. Ab da sei es ein weiter Entwicklungsprozess gewesen, wie er sagt.

Doch die Investoren finden den Preis für die Matten zu teuer. Um aus "Tukluk" ein Haus bauen zu können, wie es in der Show gezeigt wurde, müssten Eltern aktuell fast 1.000 Euro hinlegen. Deshalb steigt ein Löwe nach dem anderen aus. Nur Ralf Dümmel bleibt am Ball. Er sichert dem Gründer die geforderten 180.000 Euro zu. Will allerdings statt zehn Prozent 25,1 Prozent. Kirsch überlegt nicht lange und schlägt ein.

detoxRebels aus Köln

"Wenig Schlaf, viel Stress, eine ungesunde Ernährung und exzessive Partys am Wochenende mit zahlreichen Hangovers... Auf Dauer ist das natürlich nicht gut - die Energie war im Keller und ich war so oft erkältet, dass die Frau in der Apotheke meinen Namen kannte. Ich wusste, ich muss was ändern", erklärt Martin Bressem (27) bei der Vorstellung seiner Geschäftsidee "detoxRebels", die er gemeinsam mit Kumpel Jonas Höhn (28) gegründet hat. Was steckt dahinter? Mit "detoxRebels" veranstalten die beiden Partys in außergewöhnlichen Locations mit fetten Beats aber ohne Alkohol. Statt Bier und Schnaps gibt es Kokoswasser, Ingwershots und frische Smoothies, erklären sie den Investoren. Der nächste Tag ist somit garantiert katerfrei.

"Wir wollen Deutschland gesünder machen! Und dafür brauchen wir nicht nur Kapital, sondern auch Know-how, so Jonas Höhn. Außerdem sind ein detoxtalk und ein Freestyletraining geplant. Dafür benötigt das Kölner Duo 200.000 Euro und bietet im Gegenzug 15 Prozent der Firmenanteile. Die Gründer geben allerdings zu, dass sie ohne ihre Sponsoren Verluste einfahren würden. Für die Löwen ist das kein "Investment Case" (Wöhrl) bzw. "eher ein Katerfrühstück" (Maschmeyer), deshalb steigen alle Investoren aus.

Im Gespräch mit spot on news erklärten die Kölner nach der Show, dass sie natürlich "gerne mit einem Investment der Löwen aus der Sendung gegangen" wären. "Auch das jeweilige Know-How des Löwen hätte unser junges Start-up noch weiter nach vorne gebracht. Aber auch ohne ein Investment der Löwen geht es für uns weiter", so Jonas Höhn, der noch hinzufügt, dass sich "detoxRebels" seitdem "sehr positiv entwickelt" hat. Für 2018 haben die Gründer übrigens ein "großes Stadion-Event in Düsseldorf" geplant. Dabei wollen sie den Weltrekordversuch starten, "die größte alkoholfreie Party durchzuführen".

HappyPo aus Berlin

Zum Abschluss gibt es dann noch ein Produkt, das im wahrsten Sinne des Wortes für den Arsch ist: "Die kleine Dusche nach dem großen Geschäft". Die Gründer Oliver Elsoud (33) und Frank Schmischke (28) wollen mit "HappyPo", der Dusche für den Po, für mehr Hygiene auf der Toilette sorgen. Das Gerät, das aussieht wie eine XXL-Zahnbürste, soll auch dabei helfen, die Umwelt zu schonen. Denn der Klopapierverbrauch soll mit "HappyPo" drastisch gesenkt werden: Statt 50 Rollen pro Person im Jahr benötigt man laut den Gründern nur noch circa zehn Rollen. Die Berliner brauchen 120.000 Euro und bieten im Gegenzug 25 Prozent der Firmenanteile.

Judith Williams ist von der Idee angetan, sagt aber dass es "nicht ihr Geschäft" sei. Das Produkt sei "schwierig zu kommunizieren", glaubt Ralf Dümmel und steigt aus. Zuvor sind auch schon Frank Thelen und Carsten Maschmeyer ausgestiegen. Dagmar Wöhrl hingegen will in das Geschäft einsteigen. Sie findet die Idee "toll" und ist bereit zu den genannten Konditionen zu investieren. Oliver und Frank nehmen dankend gerne an.

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