Missglückter Reparaturversuch Bei Paulaner: Arbeiter von 80 Grad heißer Lauge verätzt

Eine Flaschenreinigungsanlage einer Brauerei. Oftmals wird Natronlauge als Reinigungsmittel verwendet. (Archivbild) Foto: imago

In der Flaschenreinigungsanlage der Paulaner-Brauerei ist ein Arbeiter von 80 Grad heißer ätzender Natronlauge angespritzt worden. 15 Prozent seiner Körperfläche sind betroffen.

Lochhausen - Der Unfall ereignete sich in der Nacht auf Dienstag in der Flaschenreinigungsanlage der Paulaner-Brauerei in Lochhausen. Der 46-jährige Monteur wollte eigentlich nur einen kleinen Schaden beheben, als die Lauge plötzlich austrat.

Gegen 02:30 Uhr kam es in der Anlage zu einer elektrischen Störung, wodurch die Flaschenreinigung gestoppt wurde. Der Monteur wollte nach dem Fehler suchen und stieg daher von einem fünf Meter über dem Boden befindlichen Laufsteg in die Maschine.

Plötzlich geht die Reinigung wieder los: Lauge tritt aus

Dort stellte er fest, dass an einem Rohr ein sogenannter Blindstopfen fehlte. Als er diesen anschrauben wollte, schaltete sich aber auf einmal die Anlage wieder ein, die Reinigung wurde fortgesetzt. Als Reinigungsmittel wird unter anderem Natronlauge verwendet und die, in diesem Fall 80 Grad heiße, Flüssigkeit spritzte dem 46-Jährigen jetzt auf den Oberkörper.

Vor Schreck verlor der Mann den Halt, er fiel die fünf Meter auf den Hallenboden. Der Betriebsmeister leistete sofort Erste Hilfe, der Arbeiter kam mit Verätzungen an rund 15 Prozent seiner Körperfläche und Prellungen an Kopf und Körper in ein Krankenhaus.

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Laut Klinik besteht keine Lebensgefahr.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei konnte festgestellt werden, dass vor den Reparaturarbeiten die Anlage hätte stromlos geschaltet werden müssen. Die Ermittlungen dauern an.

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