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Minister Ramsauer: Bahn nicht optimal auf Winter vorbereitet

dpa, vom 09.02.2012 18:26 Uhr
Eine verschneite Lokomotive der Deutschen Bahn. Foto: Martin Gerten/Archiv Foto: dpa

Die Bahn ist nach Einschätzung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) noch nicht optimal auf den Winter vorbereitet. "Die Bahn hat einfach zu wenig rollendes Material", sagte Ramsauer der "Rheinischen Post".

Berlin - Versäumnisse der Vergangenheit könnten über Nacht nicht wettgemacht werden. Zwar seien für mehrere Milliarden Euro neue ICE und Regionalzüge bestellt; doch bis diese eingesetzt werden könnten, vergingen noch Jahre, erläuterte der Minister.

Deshalb könne er angesichts der anhaltenden Kältewelle nur hoffen, dass ein neues Bahn-Chaos ausbliebe. Beim Streusalz hätten Bund und Länder ihre Hausaufgaben gemacht und zusätzliche Reserven und Lager angelegt, sagte Ramsauer. Keine Hoffnung machte Ramsauer den festsitzenden Schiffskapitänen. Zwar seien 50 Eisbrecher im Einsatz. Bei diesem Gefrierschrankwetter frören die Fahrrinnen der Wasserstraßen aber schnell wieder zu. Selbst Heizungen könnten die Schleusen nicht mehr in Betrieb halten.

Unterdessen fordert der anhaltende Frost und das Eis auf der Ostsee auch von den Eisbrechern ersten Tribut. Der eisbrechende Tonnenleger "Ranzow" liege mit einem Maschinenschaden im Hafen und werde voraussichtlich bis Ende Februar ausfallen, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Holger Brydda, der dpa. Wegen der bis zu 20 Zentimeter dicken Eisdecke in den Gewässern um Rügen, Hiddensee und Usedom ist seit Mittwoch auch das 6000 PS starke Mehrzweckschiff "Arkona" im Einsatz, um Schiffen den Weg in die Häfen zu bahnen.

Das Schwesternschiff der "Ranzow", die "Görmitz", ist seit sechs Tagen als Eisbrecher unterwegs. Für die Schifffahrt gilt in den vorpommerschen Küstengewässern seit mehreren Tagen ein Nachtfahrverbot. Die Schiffe müssen zudem mindestens über die Eisklasse 1 verfügen.

Dank einer wärmenden Wolkenschicht hat sich der Frost im Osten Deutschlands derweil in der Nacht zum Donnerstag etwas abgeschwächt, im Westen war es dagegen klar und entsprechend kälter. Kältester Ort im Messnetz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war Leutkirch in Baden-Württemberg mit minus 20,4 Grad, im bayerischen Kaufbeuren fiel das Thermometer auf 19,8 Grad.

In Sachsen und Thüringen war es nicht ganz so kalt, aber es gab dort immer noch zweistellige Minusgrade. "Unter Wolken wird es nachts nicht so kalt", sagte DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold. Allerdings verhinderten Wolken tagsüber auch eine Erwärmung.

An der Großwetterlage ändert sich erstmal nichts: Russland-Kältehoch "Dieter" sorge auch weiter für knackigen Frost. Auch am Freitag und am Wochenende bleibt es kalt, die Sonne zeigt sich, es gibt aber auch Wolken.

Und Wolken können Glatteis bringen, wie in Mecklenburg-Vorpommern, wo es am Donnerstag gefrierenden Nieselregen gab. Selbst bei starkem Frost könnten Wolken Wassertropfen enthalten, erläuterte Paetzold, "nämlich dann, wenn sogenannte Kondensationskeime fehlen." Damit sich Eis bilden kann, sind winzige Schmutzpartikel nötig. Auch die elektrischen Ladungen der Oberflächen, auf der die Tropfen liegen, spielen eine Rolle. "So kann sehr sauberes Wasser ohne weitere Störungen auf minus 40 Grad abgekühlt werden, ohne dass es gefriert", sagte Paetzold. Treffen die Tröpfchen dann auf tief gefrorenen Boden, werden sie sofort zu Eis.

Kommentare (3)
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FEB
10
12:41 Uhr, geschrieben von Schneewittchen
Bahn hat Probleme????
Du lieber Gott, was verlangen die Leute denn von der Bahn???? Die hat ein Problem mit den Jahreszeiten, seit ihrer Sparwelle bezüglich Börsengang!!! Es ist ja auch zum verrückt werden. Im Frühjahr gibt es tatsächlich Regen und Wind, im Sommer wird es auch mal über 30 ° heiß, im Herbst wieder Regen und Wind ja und im Winter, tatsächlich Schnee und Eis. Dabei funktioniert doch alles im Labor, bei gleichbleibenden Temperaturen so um die 20°, ganz wunderbar. Auch die Lobeshymnen auf die Städte und Gemeinden, bezüglich Streusalz, sind überaus witzig. Wir hatten bis Ende Januar überhaupt keinen Schnee. Es herrscht jetzt gerade mal 10 Tage Winter. Zudem beobachte ich täglich, daß die Straßen keineswegs bis 07.00 Uhr geräumt / gestreut sind, eben so wenig wie die Gehwege. Es ist immer sehr aufschlußreich. Am mittleren Ring, Gegend Herzogpark, sind die Straßen wie geleckt. In Giesing keine Spur von geräumt. Aber das alles liegt ganz bestimmt an der "Erderwärmung", nicht wahr!!!!!!!!!!!
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FEB
10
11:29 Uhr, geschrieben von GernSchweizer
Grömitz
"Grömitz" muss es heißen. Badort an der Ostsee.
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FEB
09
20:24 Uhr, geschrieben von Bahnfahrer
Die Deutsche Bahn ist auf nichts gut vorgbereitet
Ich habe heute mal wieder bemerkt, dass die Bahn auf nichts gut vorbereitet ist. Ich bin im ICE von Frankfurt nach München gefahren. Wegen eines Personenunfalls wurde ein Ersatzzug gefahren. Soweit wäre es ja noch gut. Der nachfolgende Zug nach München fiel gleich ganz aus, weil der Ersatzzug so viel zu sät kam. Dafür hatte der Ersatzzug nur die halbe Länge. Im November ging mal Montag morgens ein ICE Teil in Ulm kaputt. Dann wollten in Stuttgart so viele im halben Zug mitfahren, dass zum Aussteigen aufgefordert wurde. Mit noch mehr verspätung dann nach Mannheim, das gleiche Spiel wieder. Dann in der Nähe von Darmstadt eine Baustelle. Erst warten bis der gegenzug kommen solte, dann war das Signal ganz kaputt ... Der Arbeitstag war gelaufen ... Und nicht einmal abbuchen können sie für die Bahn-Card und das S-Bahn Abo ...
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