Mieter wehren sich gegen Verkauf GBW: Unterschriftenaktion gegen den Ausverkauf

M. Siegert, 11.07.2012 16:54 Uhr

20.000 GBW-Mieter in München leben in Angst vor Luxusmodernisierungen, Mieterhöhungen und Kündigungen – mit einer Unterschriftenaktion machen sie jetzt mobil – auch mithilfe der AZ.

MÜNCHEN Das größte bayerischen Wohnungsunternehmen, die GBW, soll meistbietend verkauft werden. Für die Mieter eine Katastrophe. 20.000 sind es in München – 83.000 in ganz Bayern. Sie fürchten Mieterhöhungen und Kündigungen wegen Eigenbedarf. Mieterbund und Mieterverein fordern deswegen, dass der Freistaat das Aktienpaket übernimmt.

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„Die Verursacher dieser Misere, müssen auch die Verantwortung übernehmen“, sagt die Mietervereinsvorsitzende Beatrix Zurek. „Es gibt keinen Grund, warum das nicht möglich sein sollte.“ Danach sieht es im Moment nicht aus. Vor einem Verkauf auf dem freien Markt fordern die Mietervertreter deshalb Zusatzvereinbarungen mit den Mietern. „Die sind unbedingt notwendig, um die Mieter zu schützen und die Wohnungen als sozialen Wohnraum zu erhalten“, sagt Zurek.

Die Forderungen lauten: Keine Umwandlung in Eigentumswohnungen für mindestens 15 Jahre. Lebenslanger Schutz vor Eigenbedarfskündigungen für Mieter über 60 Jahren. Für alle anderen bis 15 Jahre nach Verkauf. Mieterhöhungen auf maximal 10 Prozent in drei Jahren begrenzen. Verzicht auf Luxusmodernisierungen. „Es ist noch genug Zeit, solche Vereinbarungen zu treffen, sagt Zurek. „Wir werden nicht locker lassen.“

Auch Sie, liebe AZ-Leser, können diese Forderungen unterstützen, indem Sie an der Unterschriftenaktion teilnehmen:

Das Formular finden Sie in der Donnerstagsausgabe der Abendzeitung.

 

 

 

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Kommentare (8)
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JUL
13
Steg, 19:19 Uhr

die Masse machts

Ich habe die Leserkommentare mit großem Interesse verfolgt und ich muss sagen, das jeder ein bisschen Recht und Unrecht hat... Bin seit 4 Jahren GBW-Mieter und muss sagen, dass ich über die 13 Euro pro Quadrat zwar nicht glücklich bin, aber diese nunmal ortsüblich sind. Wer sich diese Wohnung nicht leisten kann, dafür gibt es ja ausreichend Programme der Stadt München, wie das München Modell, ...Bei mir im Haus gibt es sicher Altmieter, die viel weniger zahlen, aber ich denke, dass der Münchner Mietspiegel dies ausreichend berücksichtigt dass niemand benachteiligt wird. MAN KANN ES LEIDER NICHT JEDEM RECHT MACHEN!!! Da ich mit der GBW bis jetzt eigentl. zufrieden bin, mache ich mir bei einem Verkauf eher Sorgen, dass die GBW nicht mehr mein Ansprechpartner sein könnte und die Mitarbeiter wegrationalisiert werden, was derzeit ja recht in Mode ist. Als Mieter mache ich mir weniger Sorgen, da wenn ich es richtig verstanden habe, ein Mehrheitsaktionär bei einer AG keinen direkten Zugriff hat auf den Wohnungsbestand und selbst wenn, wer das Mietrecht bzw das BGB ein wenig kennt, weiss, dass hier mit der Angst ein wenig übertrieben wird. Aber das sehen wir ja dann, wenn der Verkauf endlich abgeschlossen und welche Stimmen dann verstummen werden.

JUL
13
gerhard steger, 08:32 Uhr

gbw

@HK, sicher ist es richtig daß Herr Seehofer das nicht aus seiner Portokasse bezahlt, aber lieber 83.000 Wohnungen zu günstigen Mieten retten, als Milliarden STEUERGELDER in Banken zu stecken. Mit der Verweigerung hier zu helfen, macht man ja auch nur wieder Spekulanten Tür und Tor auf. Lieber unsere Steuergelder sinnvoll für den Kauf der GBW verwenden als für die Landesbankrettung, denn hier werden unsere Steuergelder tatsächlich verschwendet. ICH BLEIBE BEI MEINER MEINUNG, DER POTEST MUß HEISSEN, ALLE BETROFFENEN SOLLEN EINEN BRIEF AN HERRN SEEHOFER SCHICKEN UND IHM MITTEILEN DASS MAN 2013 IHN NICHT MEHR WÄHLT.

JUL
12
HK, 12:15 Uhr

GBW-Wohnungen

Komm. v. G. Steger: Meinen Sie der Herr Seehofer von der CSU kauft und bezahlt die Wohnungen aus seiner Privatschatulle? Die bezahlt in jedem Fall drer Steuerzahler. Somit würde ich als Steuerzahler für das billige Wohnen der GBW-Mieter bezahlen. Da kann ich nur sagen: Nicht mit meinem Geld.

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