20.000 GBW-Mieter in München leben in Angst vor Luxusmodernisierungen, Mieterhöhungen und Kündigungen – mit einer Unterschriftenaktion machen sie jetzt mobil – auch mithilfe der AZ.

MÜNCHEN Das größte bayerischen Wohnungsunternehmen, die GBW, soll meistbietend verkauft werden. Für die Mieter eine Katastrophe. 20.000 sind es in München – 83.000 in ganz Bayern. Sie fürchten Mieterhöhungen und Kündigungen wegen Eigenbedarf. Mieterbund und Mieterverein fordern deswegen, dass der Freistaat das Aktienpaket übernimmt.

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„Die Verursacher dieser Misere, müssen auch die Verantwortung übernehmen“, sagt die Mietervereinsvorsitzende Beatrix Zurek. „Es gibt keinen Grund, warum das nicht möglich sein sollte.“ Danach sieht es im Moment nicht aus. Vor einem Verkauf auf dem freien Markt fordern die Mietervertreter deshalb Zusatzvereinbarungen mit den Mietern. „Die sind unbedingt notwendig, um die Mieter zu schützen und die Wohnungen als sozialen Wohnraum zu erhalten“, sagt Zurek.

Die Forderungen lauten: Keine Umwandlung in Eigentumswohnungen für mindestens 15 Jahre. Lebenslanger Schutz vor Eigenbedarfskündigungen für Mieter über 60 Jahren. Für alle anderen bis 15 Jahre nach Verkauf. Mieterhöhungen auf maximal 10 Prozent in drei Jahren begrenzen. Verzicht auf Luxusmodernisierungen. „Es ist noch genug Zeit, solche Vereinbarungen zu treffen, sagt Zurek. „Wir werden nicht locker lassen.“

Auch Sie, liebe AZ-Leser, können diese Forderungen unterstützen, indem Sie an der Unterschriftenaktion teilnehmen:

Das Formular finden Sie in der Donnerstagsausgabe der Abendzeitung.

 

 

 

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