Maxvorstadt
Meine Maxvorstadt Der Maxvorstadt-Mix
Klaus Bäumler, 25.03.2011 14:43 UhrMein - AZ-Serie Folge 24: 30 Jahre lang war er BA-Chef: Klaus Bäumler kennt das Viertel wie kein anderer. Ein urbanes Quartier mit besonderen Orten.
In der Diakonissenanstalt in der Heßstraße habe ich das Licht der Welt erblickt, bin also ein gebürtiger Maxvorstädter. Nach einigen Umwegen – Haidhausen, Niederbayern, Schlachthofviertel – bin ich 1976 in die Kaulbachstraße gezogen. Mit Leib und Seele.
Besonderen Reiz hat es, im reichhaltigen „Kultur-Humus“ der Maxvorstadt zu schürfen und historisch-aktuelle Bezüge zur Stadtplanung herzustellen. Ein ganz besonderer Ort ist der Hinterhof der ehemaligen Autoglaserei von Herbert Freudenberger in der Theresienstraße 13. Eine fast unwirkliche Idylle – und mit einem echten Schmankerl: Ein riesiges Wand-Fresko, gemalt von Herbert Achternbusch. Der Regisseur Aki Kaurismäki ist auch darauf verewigt. Einfach mal hinschauen!
Mein Lieblings-Italiener im Viertel ist „Rosario“ in der Schönfeldstraße – eine Institution ganz in der Tradition vom alten Cafe Trötsch in einem Haus, das die Maxvorstädter nur mit Mühe vor der Abrissbirne retten konnten.
Der lauschigste Platz? Der Finanzgarten mit dem Heinrich-Heine-Denkmal. Ein echtes Kleinod, für dessen Erhalt die Maxvorstädter schon 1981 auf die Straße gegangen sind. Jetzt ist er wieder bedroht: Es gibt Überlegungen, hier den neuen Konzertsaal zu errichten. Und das Kleinod zu zerstören. Die Münchner werden eventuell zur Erhaltung dieses historischen Gartens wohl wieder auf die Straße gehen müssen.
Ein Platz zum Schmökern und Verweilen ist die Architektur-Buchhandlung in der Türkenstraße 30. Auch das ein Haus, das abgerissen werden sollte. Hier wird man immer fündig! Und das Cafe im Innenhof der Glyptothek – wie ein Kurzurlaub in Griechenland.
Die geballte Dichte von Kunst, Kultur und Wissenschaft, die kraftvolle Urbanität, die Nähe zum Englischen Garten, der Bauernmarkt direkt neben der Pinakothek der Moderne, die Vielfalt im Schachbrettmuster der Straßen – es ist diese ungewöhnliche Verknüpfung, die die Maxvorstadt so einzigartig macht. Die Mischung macht’s.



30 Jahre
Lieber Kommentator, vielleicht hätten Sie einfach mal ein bisschen googeln sollen, bevor Sie hier den Besserwisser raushängen lassen: Klaus Bäumler war von 1978 bis 2008 BA-Vorsitzender. Macht 30 Jahre. Wenn man keine Ahnung hat... - Sie kennen das Ende vom Spruch.
aha
30 jahre ba vorsitzender??? wenn er erst 1976 in die maxvorstadt gezogen ist und 2008 aus dem ba ausschied - das hieße ja, er wäre 1978 nach nur 2 jahren dort wohnen in den ba gewählt und sofort vorsitzender geworden - schwer vorstellbar