Mein Viertel - AZ-Serie Folge 6: Ingenieur Pedro Gaspar über sein Viertel - den praktischen Rotkreuzplatz, olle Kinosessel und helle Biere.

München - Neuhausen ist unaufgeregt, charmant und an vielen Ecken richtig schön. Die Häuserzeilen in der Blutenburg- oder der Donnersbergerstraße mag ich besonders, auch, dass es dort viele kleine Cafés gibt. Im Café Neuhausen zum Beispiel kann man super draußen sitzen und frühstücken. Das Jagdschlössl ist auch nicht schlecht, dort gibt’s einen kleinen Biergarten und guten Leberkäse.

Ich selbst wohne am Rotkreuzplatz, was ich ziemlich praktisch finde. Denn dort gibt es den Supermarkt, den Kaufhof und den Obstmann. Sogar einen kleinen Hugendubel haben wir. Mein Lieblings-Metzger ist auch gleich um die Ecke.

Klar, Neuhausen ist nicht die Ausgeh-Adresse Nummer eins, um abends Party zu machen. Mir geht es da genauso. Aber nach der Arbeit noch schnell ein Bierchen trinken oder Pizzaessen - das geht in Neuhausen immer.

Manchmal gehe ich auch mit Freunden in der Nähe Bowlen, oder ins „Maxim“, ein altes Münchner Kino mit ollen Sesseln aus den 50ern. Neuhausen ist eben nicht nur alt oder neu, sondern beides.

Was ich zudem super finde: Wohnen ist in Neuhausen nicht ganz so teuer wie in der Stadt. Ich denke da an manche Freunde, die für ihre Mini-Wohnungen im Glockenbachviertel oder in der Maxvorstadt einen Haufen Geld bezahlen. Sicher, sie wohnen zentraler. Aber ich habe es ja auch nicht weit zum Hauptbahnhof oder Stachus. Mit der Trambahn von der Donnersbergerstraße brauch’ ich in die Stadt nur zehn Minuten.

Manchmal, wenn ich gestresst von der Arbeit bin, jogge ich in den Hirschgarten. Auch der ist weniger schick als der Englische Garten. Aber das Helle im Biergarten schmeckt dort mindestens genauso gut wie im Seehaus.