Mehrere Fälle in München Gefährliche Masche: Diebe benutzen K.o.-Joints

Nach dem Joint verloren die Opfer das Bewusstsein. Foto: dpa

Ein 23-Jähriger bricht zusammen, nachdem er im Bahnhofsviertel "Spice" gekauft hat. Kein Einzelfall in München.

München - Es ist der dritte Fall seit Ende Oktober. Die Opfer haben innerhalb kürzester Zeit das Bewusstsein verloren und wurden dann bestohlen.

Zuletzt erwischte es am Samstagnachmittag einen 23-Jährigen. Passanten fanden ihn bewusstlos auf dem Gehweg in der Schillerstraße. Eine Polizeistreife kümmerte sich um ihn. Der Mann stand sichtlich unter Drogeneinfluss. Er erzählte, er habe im Alten Botanischen Garten von zwei Männern eine sogenannte "Kräutermischung", auch "Spice" genannt, gekauft. Die Männer hätten ihm einen Joint gedreht, den er geraucht habe. Danach könne er sich an nichts mehr erinnern. Als er wieder zu sich kam, war sein Smartphone verschwunden.

Weitere Fälle im Nußbaumpark und Hauptbahnhof

Ähnliches erlebte ein Mann aus dem Landkreis Starnberg am 24. Oktober im Nußbaumpark. Ein Fremder sprach den 41-Jährigen an und hielt ihm eine Zigarette hin. Das Opfer rauchte, verlor wenig später das Bewusstsein. Der 41-Jährige wachte in einem Sandkasten auf. Sein Bargeld und sein Handy waren verschwunden.

Am selben Tag kurz vor Mitternacht wurde ein 33-Jähriger im Hauptbahnhof Opfer derselben Masche. Im Vorraum der Commerzbank am Bahnhofsplatz traf er drei Männer. Einer bot ihm eine selbstgedrehte Zigarette an. Er rauchte, dann verlor er das Bewusstsein. Als er zu sich kam, war sein Rucksack verschwunden. Am nächsten Tag lief er am Hauptbahnhof den Männern wieder über den Weg. Alle drei wurden von der Polizei festgenommen.

Offenbar sind in allen drei Fällen K.o.-Tropfen oder ähnliche Substanzen verwendet worden.

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