Max-Seidl-Weg in Sendling Eine Spielstraße, die den Schulweg gefährlicher macht

Kein Gehweg mehr: der Max-Seidl-Weg nach dem Umbau. Foto: privat

Es sollte ein kinderfreundlicher Umbau werden. Die AZ erklärt, warum Eltern am Max-Seidl-Weg jetzt aber mehr Angst haben.

Sendling - Morgens wenn es noch dunkel ist, macht sich Hannes Metz besonders Sorgen um seine Tochter. Sie macht sich dann auf den Weg in die Schule, mit dem Roller, wie alle ihre Klassenkameraden.

Das Problem: Seit einigen Wochen können die Kinder am Max-Seidl-Weg nicht mehr auf den Gehsteigen fahren – die wurden zurückgebaut, als ein Abschnitt der Straße zur Spielstraße umgebaut wurde. "Eigentlich ist das ja eine schöne Sache, dass es jetzt eine Spielstraße gibt. Aber die Autos fahren nicht langsamer, sondern kommen hier mit 30 bis 40 Stundenkilometern durch", schildert Hannes Metz das Problem.

Erlaubt ist in einer Spielstraße nur Schrittgeschwindigkeit, auch in der Umgebung ist schon eine 30er-Zone eingerichtet. Bremshügel, gibt es nicht – die sind gar nicht erlaubt, heißt es vom Kreisverwaltungsreferat (KVR).

Das KVR ist nur für die entsprechende Beschilderung zuständig, trotzdem zu schnell fahrende Autofahrer sind dann Sache der Polizei. "Wir wissen auch gar nicht wo die immer herkommen, vielleicht haben sie noch alte Navigationssysteme, die die neue Verkehrsführung am Luise-Kiesselbach-Platz nicht kennen. Jedenfalls sind viele auswärtige Kennzeichen dabei – also keine Anwohner", erzählt Metz.

Die Kinder sind schon mit Warnwesten unterwegs, wohl ist den Eltern trotzdem nicht. Lang ist das Spielstraßenstück nicht. Es bleibt also die Frage, wie viel Zeit die Autofahrer sparen, vor denen sich hier Kinder in Acht nehmen müssen.

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