Manfred Vollmer feiert 30. Jubiläum Im Augustiner-Zelt feiert der Mann der leisen Töne

Unterm weiß-blauen Zelthimmel: (v. l.) der gefeierte Jubilar, Augustiner-Wiesnwirt Manfred Vollmer, mit Augustiner-Geschäftsführer Anton Obermaier, Ehefrau Michaela Vollmer, Brauerei-Geschäftsführer Werner Mayer, Catherine Demeter (Edith-Haberland-Wagner-Stiftung), Sohn und Co-Wiesnwirt Thomas Vollmer und dem dritten Augustiner-Chef Martin Leibhard. Foto: Annette Baronikians

Manfred Vollmer ist seit 30 Jahren Chef unter dem weiß-blauen Dach. Doch er hält sich lieber im Hintergrund. Zum Jubiläum gibt es viel Lob.

München - Andere Wiesn-Wirte, das steht fest, hätten für sich schon längst ein großes Brimborium veranstaltet, zig C-Promis eingeladen und die Medien alarmiert.

Bei Manfred Vollmer, dem Chef des Augustiner-Festzelts, ist das anders: Er feiert heuer sein 30-jähriges Wiesn-Jubiläum, doch erfahren hätte davon wohl niemand, denn Vollmer ist ein Wiesn-Wirt der - man höre und staune - leisen Töne.

Wie bringt man so jemanden dazu, auf seinen Erfolg anzustoßen? Die einzige Chance: Tricksen, was das Zeug hält!

Und so wurde Manfred Vollmer samt Ehefrau Michaela und Sohn Thomas von Augustiner-Direktionssekretärin Monika Huber vergangenen Freitag zu einer "Wiesn-Besprechung am Montag mit dem Vorstand" gebeten.

Nichtsahnend erschien der Wiesn-Wirt mit seiner Familie gestern pünktlich um 10.30 Uhr in der Hausbox seines Festzelts, wo dann eine "Besprechung" der etwas anderen Art stattfand - eine Überraschungsfeier seiner Brauerei mit Bier und Stockwürsten (Vollmers Lieblingswurst).

Alles und jeder von Rang und Namen bei Augustiner war gekommen, um Manfred Vollmer hochleben zu lassen. Der sagte, nicht weiter verwunderlich, nur wenig, strahlte aber übers ganze Gesicht.

"Wir können ruhig nochmal 30 Jahre zusammen Wiesn machen", sagte Augustiner-Chef Martin Leibhard, der einen vielbeklatschten Vergleich von Wirt und Wurst anstellte: "Die Stockwurst ist eine Traditionswurst, nicht ganz so fein im Brät wie die Weißwurst. Anders als diese steht die Stockwurst auch nicht immer in der Presse. Da gibt's gewisse Parallelen." Manfred Vollmer fühlte sich durchaus angesprochen und ließ sich schmunzelnd zu einem "Passt schon" hinreißen, bevor er in eine Stockwurst biss.

Sein Sohn Thomas, der mit ihm seit über 20 Jahren im Festzelt mitarbeitet, sagte der AZ: "Meinen Papa machen sein hohes fachliches Können, seine Bodenständigkeit, seine Gelassenheit und Ruhe aus."

So erfährt man vom Jubilar, einem gebürtigen Badener, auch keine mehr oder weniger spannenden Geschichten aus den letzten 30 Wiesn-Jahren. "Wir sind ein Traditionszelt mit vielen Stammgästen, die schon seit Generationen zu uns kommen", sagt er. "Ich bin keiner, der nach Highlights sucht." Und das ist auf der Wiesn nun tatsächlich ein Highlight.

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