Christian Ehbauer verkauft Immobilien – vorausgesetzt, der Kaufpreis liegt bei mehr als fünf Millionen Euro. Hier berichtet er, wo die Villen stehen, was sie bieten und wer sie sucht.

München Er hat dafür gesorgt, dass Christine Neubauer und ihr Noch-Mann Lambert Dinzinger ihre Traumvilla in Pullach für 6,9 Millionen Euro verkaufen konnten. Wie die Neubauer so ist? Wie die Villa eingerichtet ist? Dazu sagt er nichts. Er bestätigt auch nicht, was Insider berichten: Dass die Neubauer ihr eigenes Konterfei auf den Badezimmerfliesen verewigen hat lassen.

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Diskretion ist ist seinem Geschäft das Wichtigste. Denn seine Kunden wollen, dass möglichst wenige Menschen wissen, wo sie überhaupt wohnen, geschweige denn wie. Seine Kunden bauen sich große Zäune um ihre Grundstücke und ziehen viel Neid auf sich. Christian Ehbauer verkauft in und um München Luxus-Immobilien. Er wird erst aktiv, wenn der Kaufpreis über fünf Millionen Euro liegt.

Sein Markt ist klein – aber die Preise sind exorbitant. Und sie steigen exorbitant: „In Krisenzeiten und in Zeiten, in denen Immobilienpreise steigen, gehen die absoluten Toplagen als erstes hoch – und steigen steiler an.“ Allein im vergangenen Jahr sind die Preise in diesem Segment um rund 20 Prozent gestiegen.

Ehbauers Objekte sind ausschließlich Häuser, besser gesagt „Villenliegenschaften“: Ein großes Grundstück versteht sich von selbst. Das Neubauer-Haus steht auf einem 4200 Quadratmeter großen Grundstück und hat 540 Quadratmeter Wohnfläche. Luxuswohnungen gehen selten über fünf Millionen Euro. Dafür werden wesentlich öfter neue gebaut, wie derzeit im Lehel, wo 60er-Jahre-Mietshäuser dafür weichen müssen.

Bei den Villen gibt es weniger Fluktuation. Sie werden seltener weiterverkauft, und die Toplagen sind begrenzt – allein schon aus Platzgründen, der Starnberger See hat nunmal nicht mehr Uferfläche. Zurzeit sind in München und Umgebung etwa 15 bis 20 solcher Häuser auf dem Markt – die Liste von Interessenten ist länger. In Immobilienportalen tauchen die Objekte meist nicht auf.