Die USA halten sich aus Syriens Bürgerkrieg eigentlich raus. Trotzdem greift die US-geführte Anti-IS-Koalition Anhänger von Präsident Baschar al-Assad an. Die syrische Regierung spricht von einem "brutalen Massaker".

Damaskus - Die syrische Regierung hat der von den USA geführten Anti-IS-Koalition Kriegsverbrechen und Terrorunterstützung vorgeworfen. Mit ihrem Angriff auf regierungstreue Truppen habe die Koalition ein "brutales Massaker" veranstaltet, hieß es in einem Brief des syrischen Außenministeriums an den UN-Generalsekretär und den Präsidenten des UN-Sicherheitsrates. "Diese neuerliche Aggression bestätigt die niederen Beweggründe gegen die Souveränität Syriens", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag aus dem Brief.

Die Anti-IS-Koalition hatte die regierungstreuen Truppen von Präsident Baschar al-Assad nach eigenen Angaben in Selbstverteidigung angegriffen. Das US-Militär schätzte die Zahl der Toten nach Angaben des Senders CNN auf mehr als 100.

Syrien behauptete, dass sich die eigenen Truppen in Kämpfen mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befunden hätten. Das Außenministerium in Damaskus betonte erneut, dass es sich bei der internationalen Anti-IS-Koalition um "illegale Kräfte" handele, die den Terrorismus beschützten und unterstützten.