Kunst für Alle "love pro toto" - Jetzt bei der globalen Liebeserklärung mitmachen!

So sieht das Projekt im Internet aus. Foto: az

love pro toto: Das Herzensprojekt des Kölner Künstlers Volker Hildebrandt lädt zum Mitmachen ein - und ist im wahrsten Sinne liebevoll sowie liebenswürdig. love pro toto ist für alle Menschen. Alle können, alle sollen teilnehmen.

Alle Menschen sagen in einem Clip "Ich liebe dich". In ihrer Sprache, mit ihrem Ausdruck - zu allen anderen Menschen. Warum? Weil es schön ist, "ich liebe dich" zu sagen und "ich liebe dich" zu hören. 

Ziel der globalen sozialen Skulptur, wie Hildebrandt sein Kunstwerk nennt, ist es, ein kleines Video zu hochzuladen, in dem Teilnehmer in ihrer jeweiligen Landessprache "Ich liebe dich" sagen. Ein Ausschnitt des Films wird gewählt und erhält im unteren Bildrand das Markenzeichen "ILU" in individuellen Farben und der bei der Anmeldung angegebenen Sprache. So werden Profil und Botschaft ein Unikat bei jedem Projekteilnehmer. "Love pro toto" soll kein Ratgeber für Liebeskrisen oder erotische Spielarten sein, Ausdruck von Respekt und Toleranz der Menschen untereinander.

Während Nachrichten über Terrorattacken und grausame Ideologie sich häufen, sei es an der Zeit, so der Künstler, den Menschen in einem gemeinsamen Traum das Gefühl zu geben, wichtige Teile eines Ganzen, eines Kunstwerks, zu sein. Angesichts von etwa 7,5 Milliarden Menschen sind einige Hunderte Teilnehmer bislang nicht viel. "Die jetzige Version ist nur der Anfang", sagt Hildebrandt. Er plant ein großes Aktionsfeld rund um das Thema Liebe, etwa ein virtuelles Museum, eine Bibliothek, einen Konzert-Saal und ein Kino. In diesen Einrichtungen sollen zum einen Experten kulturgeschichtliche Werke vorstellen, die sich mit Liebe befassen.

Die todkranke Mutter machte als Erste mit

Zum anderen sollen dort eigene Werke der Mitglieder, also Bilder oder Fotos, Skulpturen, Texte, Filme oder Songs, präsentiert werden. Bei "love pro toto" sollen Menschen nicht teilnehmen, um eine kurze Berühmtheit anzustreben, wie es bei anderen Online-Projekten oder Sozialen Medien oft der Fall ist.

Vielmehr sollen sie sich als Künstler sehen, da sie durch ihr Video an einem Kunstwerk mitwirken, indem sie dieses größer und schöner machen - so das erklärte Ziel des Initiators. "Im Übrigen mag ich die Analogien, die zwischen 'sozialem Netzwerk' und 'sozialer Skulptur' sowohl sprachlich als auch gedanklich bestehen", erklärt Hildebrandt. Ihm kam die Idee Mitte 2009 nach einer großen, aber nur zweimonatigen Liebe. In dieser Phase beschloss er, im Internet ein Projekt zu starten, welches der Liebe gewidmet sein sollte. Hildebrandt suchte nach einem Namen, welcher "love" enthalten sollte.

Der Künstler erinnerte sich daran, früher das lateinische "pars pro toto" bereits in "ars pro toto" umgewandelt zu haben: "love pro toto" war das Resultat. "Da ich sicher war, dass die Amis kein Latein können, war ich guter Hoffnung, dass diese Domain frei war", berichtet Hildebrandt, der zum damaligen Zeitpunkt noch keine klare Vorstellung vom konkreten Inhalt des Kunstwerks hatte.

Kurze Zeit nachdem die große Liebe weg war, erkrankte seine Mutter schwer. Nach der Diagnose stand der Inhalt von "love pro toto", einem Projekt für seine Mutter, vor seinen Augen. Die Anfänge von "love pro toto" erlebte sie noch mit: Sie sagte, von der Krankheit schon schwer gezeichnet, als erste ihr "Ich liebe dich" für ihren Sohn. Bevor sie knapp ein Jahr später verstarb, wurde sie das erste Mitglied des Projektes.

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