Christian Springer eröffnet als „Fonsi“ beim Triumphator die Starkbier-Saison – und bastelt noch Aktualitäten in seine Rede. Danach will er sich die Kollegen bei der Salvatorprobe anschauen

Während Marcus Rosenmüller noch an seinem Singspiel feilt und Luise Kinsehers Bavaria-Kostüm noch in der Reinigung ist, legt sich die Konkurrenz des Nockherberg-Derbleckens schon ins Zeug.

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„Ich bin eingeladen und werde mir das ganz genau anschauen“, sagt Christian „Fonsi“ Springer zu Rosenmüllers Nockherberg-Debüt am 27. Februar. „Das Singspiel wird sicherlich wieder bayerischer werden – und das hat der Nockherberg auch verdient.“

Fonsi selbst würde eine Rückkehr aber höchstens in Erwägung ziehen, „wenn die Isar so Hochwasser hätte, dass ich’s von Berg am Laim nicht zum Stiglmaierplatz schaff’“. 2010 hat der Kabarettist zusammen mit Co-Autor Michael Lerchenberg den Nockherberg verlassen.

Dafür legt er in der Maxvorstadt eine Woche früher los als die Konkurrenz in der Au – am 21. Februar lädt er mit Löwenbräu zu „Fonsis Starkbieranstich“ in den Löwenbräukeller, dieses Jahr zum dritten Mal. „Ich bin ein Münchner Kindl. Mich freut’s natürlich, auf einem Münchner Starkbierfest zu sein, wo alle sein dürfen“, sagt der Kabarettist. Singspiel und Fastenpredigt am Nockherberg sind nur für geladene Gäste.

„Ich wünschte mir, ein Politiker würde mal sagen: Meine geistigen Kräfte haben so nachgelassen, ich kann mein Amt nicht mehr ausüben – aber weil das nie vorkommt, muss ich wieder ran“, sagt Springer.

Der Papst hätte sich noch in seine Rede geschummelt, „und wenn deine Tochter heut’ zu dir sagt: Papa, ich will ein Pony, dann weißt’ nicht: Will die jetzt reiten lernen, oder hat’s bloß Hunger?“ Für den Ministerpräsidenten mit seinem „Kreuzzug gegen bayerische Minister“ wird Fonsi, der grantelnde Neuschwansteiner Kassenwart, ein paar Worte übrig haben. Auch die Sexismus-Debatte hat nächste Woche noch keinen Bart: „Männer und Frauen werde ich in meiner Rede auseinandersetzen“.

Neben Springer werden Lizzy Aumeier, Herbert & Schnipsi, die Keller Steff Band und Moderator Tilman Schöberl das Publikum unterhalten. Mit Humor, so schwarz wie das Triumphator in den Krügen.

Die Krüge gibt’s zu den Karten dazu, und von 1300 Karten sind schon 1000 weg. Sie kosten 28,50 Euro, und 18,50 Euro der „Krankenkassentarif“: „Da muss man ein bisserl Aerobic beherrschen, um sich um die Pfeiler biegen zu können“, erklärt Günther Kador von Löwenbräu.

 

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