Für die früheren Bayern-Trainer Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld hat es niemals eine bessere Mannschaft des FC Bayern München gegeben als aktuell. Für Hitzfeld verliert die Bundesliga dadurch etwas an Reiz. 

München – Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld sind sich einig: So gut wie jetzt war der FC Bayern München noch nie. Die beiden früheren Bayern-Trainer sehen die dominante Stellung des Rekordmeisters sogar auf Jahre gesichert. „Sie verfügen jetzt über den besten Kader in Europa, damit in der Welt“, sagte Heynckes im „Kicker“ (Donnerstag). Hitzfeld äußerte sich ähnlich: „Die Münchner sind derzeit auf allen Positionen top besetzt, wie eigentlich schon immer mit elf, zwölf Spitzenspielern, aber noch nie mit 17, 18.“ Das habe es in der Fußball-Bundesliga noch nie gegeben: „Der FC Bayern hat derzeit den besten Kader aller Zeiten.“ Der deutsche Rekordmeister hat in dieser Saison bereits am 27. Spieltag seinen 24. Titel geholt – so früh wie noch nie.

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Für Heynckes ist die enorme Dominanz der Münchner in der Liga selbstverständlich. Er habe schon nach seinem historischen Triple-Sieg mit dem FC Bayern im vergangenen Jahr prognostiziert, dass sich der Gewinn der deutschen Meisterschaft in den kommenden Jahren wiederholen werde, „weil ich in der Bundesliga weit und breit keinen Konkurrenten sehe“, wie Heynckes sagte.

Auch der aktuelle Schweizer Nationaltrainer Hitzfeld, der in seiner Karriere mit den Bayern fünf deutsche Meisterschaften feierte, sieht kein Team, das die Münchner Ausnahme-Mannschaft gefährden könnte. „Der Abstand zwischen dem Rekordmeister und dem Rest der Liga ist zu groß“, meinte der 65-Jährige, der dies indes auch kritisch sieht: „Damit verliert die Bundesliga etwas an Reiz.“ Spannend sei allein noch der Kampf um die Plätze hinter dem FCB und gegen den Abstieg.

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Laut Heynckes haben sich die Münchner eine „goldene Zukunft gesichert“. Die Weichen hierzu seien in den vergangenen zweieinhalb Jahren gestellt worden. Aus der Niederlage gegen Chelsea im Finale der Champions League 2012 habe der Club die richtigen Schlüsse gezogen. „Anschließend gingen wir neue Wege und verpflichteten absolute Topleute: Dante, Mandzukic, Martinez, Pizarro, Shaqiri und Starke“, erklärte Heynckes: „Mit Götze und Thiago kamen nun zwei überragende Fußballer dazu.“ Mit einem „exzellenten Trainer wie Pep Guardiola“ sei der Erfolg programmiert.

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