Lkw-Karambolage Drei Tote bei Unfall im Spessart: Feuerwehr bespritzt Gaffer

, aktualisiert am 09.11.2017 - 13:25 Uhr
Trümmerfeld auf der A3: Bei dem Unfall starben zwei Personen. Foto: Ralf Hettler/TNN/dpa

Drei Lastwagen und ein Kleintransporter krachen auf der A3 ineinander. Zwei Fahrer sterben bei dem Unfall, eine weitere Person erliegt kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen.

Weibersbrunn - Die Zahl der Toten bei dem schweren Unfall mit mehreren Lastwagen auf der Autobahn 3 zwischen Frankfurt am Main und Würzburg hat sich auf drei erhöht.

Einer der Lkw-Insassen sei seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit. Am Donnerstagfrüh waren bei Weibersbrunn (Lkr. Aschaffenburg) vier Fahrzeuge zusammengestoßen. Ein mit Kies beladener Transporter war in einer Baustelle aus zunächst ungeklärter Ursache ins Schleudern geraten und hatte sich quer zur Fahrbahn gestellt.

Ein nachfolgender Laster krachte bei einem Ausweichversuch durch die Mittelleitplanke und stieß auf der Gegenfahrbahn mit einem Kleintransporter zusammen. Ein dritter Lastwagen fuhr auf der Fahrbahn Richtung Aschaffenburg in den Kieslaster. Bei der Unfallserie wurden der Fahrer des Kiestransporters und zwei Insassen des ausweichenden Lasters tödlich verletzt. Ein weiterer Mensch kam mit leichten Verletzungen davon.

Die Autobahn blieb am Morgen für mehrere Stunden gesperrt. "Der Kies liegt über die ganze Fahrbahn verteilt. Fahrzeuge stehen herum", beschrieb ein Polizeisprecher die Situation in der Nähe des Rasthofs Spessart. Der Abschnitt der A3 werde für mehrere Stunden nicht befahrbar sein, eine großräumige Umleitung sei eingerichtet worden, sagte der Sprecher. Die Unfallarbeiten bei Weibersbrunn waren am Morgen noch in vollem Gange, ein Kran müsse die Fahrzeuge bergen.

Feuerwehr bespritzt Handy-Gaffer mit Wasser

Um gegen Autofahrer vorzugehen, die den Unfallort mit ihrem Handy filmten, hat die Feuerwehr ganz besondere Maßnahmen ergriffen. Während die Gaffer vorbeifuhren, wurden sie von den Einsatzkräften, ausgerüstet mit einem C-Rohr, nassgespritzt. Die Polizei hielt die Übeltäter dann an und kassierte von ihnen ein entsprechendes Bußgeld ab.

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