Mit einem kurzen, scharfen Knall explodiert die Bombe, Dachstühle stehen in Flammen, Rettungsfahrzeuge brausen durch Schwabing. Die entscheidenden Stunden für München im AZ-Liveticker zum Nachlesen.

23.00 Uhr: Hiermit beenden wir unseren heutigen Liveticker zur Bomben-Sprengung in Schwabing. Selbstverständlich halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf az-muenchen.de auf dem Laufenden.

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22:48 Uhr: Die Sperrzone wird aufgehoben - bis auf das Kerngebiet. Dieses erstreckt sich innerhalb eines Vierecks zwischen Haimhauser- , Markt- , Franz- und Leopoldstraße. Dieses bleibt zunächst gesperrt. Ein Polizeisprecher berichtet von "erheblichen Sachschäden". Personen seien nicht zu Schaden gekommen.

22:42 Uhr: Immer noch steigen Rauchsäulen über dem Viertel auf. An den Absperrungen führen Anwohner, die zurück in ihre Wohnungen wollen, hitzige Gespräche mit den Einsatzkräften.

22:39 Uhr: Die Schäden an Häusern werden aus der direkten Umgebung der Feilitzschstraße gemeldet. "Es sind zahlreiche Fensterscheiben zu Bruch gegangen", sagt der Leiter der Kampfmittelbeseitigung, Diethard Posorski. Das sei aber abzusehen gewesen.

22:34 Uhr: "Es geht bei uns drunter uns drüber", sagt ein Sprecher. Der Grund für die Brände: Durch die Detonation seien Splitter und Stroh durch die Luft gewirbelt, die anliegende Häuser entzündet hätten. Den Angaben zufolge rückten mehr als 100 Einsatzkräfte aus. Es seien noch weitere Feuermeldungen aus dem Viertel eingegangen.

22:25 Uhr: Der 300-Meter-Sicherheitszone soll auch in der Nacht zum Mittwoch noch aufrecht erhalten werden. Ein Feuerwehrsprecher: „Die Stiuation ist derzeit noch zu unübersichtlich.“

22:22 Uhr: Die Lage ist unübersichtlich. "Schon wieder fahren Rettungsfahrzeige in das Sperrgebiet", meldet AZ-Reporter Willi Bock.

22:19 Uhr: AZ-Reporterin Annette Zoch steht an der Münchner Freiheit und berichtet: "Es ist wie in einem Katastrophenfilm. Feuer, Rauch. Rettungswagen und Löschzüge der Feuerwehr brausen an mir vorbei. Über unseren Köpfen kreisen Helikopter.

22:08 Uhr: Der 300-Meter-Sicherheitszone soll auch in der Nacht zum Mittwoch noch aufrecht erhalten werden. Ein Feuerwehrsprecher: „Die Stiuation ist derzeit noch zu unübersichtlich.“

22:07 Uhr: Die Feuerwehr meldet, dass mehrere Dachstühle in Flammen stehen. Auch aus der U-Bahn gibt es einen Feueralarm. Ob es dort tatsächlich brennt oder ob der Alarm durch die Erschütterung der Detonation ausgelöst wurde, ist derzeit unklar.

22:04 Uhr: Es brennen mehrere Dachstühle!

21:59 Uhr: Mit einem kurzen, scharfen, metallischem Knall ist die Bombe explodiert. AZ-Reportertin Annette Zoch, die innerhalb der 1000-Meter-Sperrzone in ihrer Wohnung war: "Die Tassen im Schrank haben geklirrt, der Boden vibriert". Die Reporterin schaut aus dem Fenster sieht orange-rote Stichflammen am Ort der Explosion.

21:54 Uhr: Die Bombe ist gesprengt!

21:38 Uhr: Immer noch sind in der Sperrzone Leute unterwegs! Gerade strömen mehrere hundert Menschen die Leopoldstraße hinunter. Wie eine Vieherde werden sie von der Polizei angetrieben. Gegenüber stehen mehrere Tausend Schaulustige an der Absperrung.

21:27 Uhr: AZ-Reporter Willi Bock steht direkt an der 1000-Meter-Sicherheitsgrenze. "Es herrscht gespenstische Ruhe wie sonst nur morgens um fünf. Einfach nur Leere."

21:22 Uhr: Es kann sich also nur noch um Minuten handeln. Ein Warnsignal wird es nicht mehr geben. Klar, es sollte ja ohnehin niemand mehr in der Gefahrenzone sein.

21:17 Uhr: Sprengmeister Diethard Posorski sagt, sie installieren gerade den Sprengstoff und zünden in zehn Minuten. "Es wird die große Lösung. Wir zünden die ganze Bombe"

20:57 Uhr:  Die Bombenexperten haben kurzfristig noch zusätzlichen Sprengstoff am Fundort deponiert. So wollen sie sichergehen, dass die kontrollierte Sprengung funktioniert, wie der Leiter der Kampfmittelbeseitigung, Diethard Posorski, sagte.

20:49 Uhr: Über Schwabing gibt es jetzt Durchsagen im Dauertakt: "Achtung Achtung, in Kürze erfolgt die Sprengung der Bombe."

20:46 Uhr: Schlechte Nachricht für die direkten Anwohner der Baugrube: Selbst nach der Sprengung können laut Feuerwehr-Einsatzleitung heute nicht heim – die umliegenden Gebäude müssten erst auf Schäden untersucht werden. Und das geht nur am Tag.

20:43 Uhr: Die Feuerwehr warnt: Die Sprengung der Bombe in der Feilitzschstraße 7 wird eingeleitet, halten Sie sich nicht mehr im Freien auf, bitte halten Sie sich von den Fenster fern. Hörgeräteträger, schalten Sie bitte Ihre Geräte ab. Warten Sie auf die Entwarnung.

20:36 Uhr: Der Einsatzleiter der Feuerwehr begründet die Entscheidung: "Es ist zu gefährlich, die Bombe wegen der Witterung einfach liegen zu lassen. Kälte, Wärme oder Regen könnten sie im jetzigen Zustand zur unkontrollierten Explosion bringen".

20:32 Uhr: Wie die AZ soeben erfahren hat, haben die Sprengmeister die Sprengsätze bereits angebracht und verstecken sich hundert Meter entfernt hinter einem Haus. Der 300-Meter-Bereich um die Bombe ist komplett menschenleer - mit Ausnahme der Sprengmeister. Die Sperrzone 2 (1000 Meter um den Fundort) wird gerade von Einsatzfahrzeugen nochmals durchkämmt, um sicherzugehen, dass niemand mehr auf der Straße unterwegs ist.

20:31 Uhr: Entschärfung der Bombe ist nicht möglich. Es wird heute noch gesprengt,

20:26 Uhr: Viel Bewegung auf der Leo, Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge und THW-Laster fahren stadtauswärts.

20:21 Uhr: Nach AZ-Informationen suchen Feuerwehr und die Erzdiözese bereits nach neuen Notunterkünften. Der Grund: Wenn die Aktion heute abgebrochen wird, bleibt laut Verfügung die 1000-Meter-Sperrzone bis morgen bestehen. Viele Menschen, die im erweiterten Bannkreis wohnen, könnten dann nicht mehr nach Hause – und die, die von Montag auf Dienstag in der Katholischen Akademie geschlafen haben, könnten heute auch nicht mehr dorthin. Wer betroffen ist, soll zur Karl-Theodor-Straße 92 kommen. Dort haben die Behörden eine Sammelstelle für die neuen Bomben-Betroffenen eingerichtet. Ihnen sollen dort Schlafplätze zugewiesen werden.

20:17 Uhr: Während in Schwabing gerade eine Bombe entschärft wird, sitzt OB Christian Ude bei einer Wahlkampfveranstaltung der SPD mit Altkanzler Schmidt im Volkstheater.

20:06 Uhr: Feuerwehrsprecher zur AZ: "Wir wissen auch noch nichts neues. Das braucht seine Zeit"

19:54 Uhr: Die Abenddämmerung senkt sich langsam über München. Viel Zeit bleibt dem Sprengmeister nicht mehr.

19:44 Uhr: Alexander Purkel von der Feuerwehr sagt der AZ: "Die zwei Sprengmeister sind gerade zu zweit mit einem Spezialschlüssel an der Bombe zugange. Sie versuchen den Zünder peu à peu herauszudrehen".

19: 39 Uhr: Alle warten gespannt. Eigentlich sollte bis 19.30 Uhr die Entscheidung gefallen sein, ob noch gesprengt werden muss. Die Experten prüfen noch immer, ob die Entschärfung möglich ist.

19:16 Uhr: Drei Einsatzfahrzeuge des THW rasen die Leopoldstraße entlang, in Richtung Bombe.

19:07 Uhr: Die dpa meldet, dass der Leiter der Kampfmittelbeseitigung, Diethard Posorski, die Bombe noch heute unschädlich machen will. Der Experte sagte am Abend, dass etwa um 19 Uhr mit den Entschärfungsarbeiten begonnen werde. Sollte eine Entschärfung nicht möglich sein, werde unmittelbar darauf die Bombe vor Ort gesprengt.

19:01 Uhr: Auf der Leopoldstraße stehen immer noch alle paar Meter Polizisten links und rechts. "Drehen Sie um, auch Sie im blauen hemd", ruft ein Beamter einem Mann zu. "Das ist kein Spaß hier, das ist hochgefährlich!"

18:53 Uhr: Seit 18 Uhr arbeiten die beiden Sprengmeister völlig alleine an der Bombe. Ein Feuerwehrsprecher sagt der AZ: "Die Sprengmeister versuchen, die Bombe dahingehend zu manipulieren, dass sie den Zünder herausdrehen können". Bis etwa 19.30 Uhr soll Klarheit herrschen, ob es geklappt hat. Wenn nicht, muss entschieden werden, ob die Bombe heute noch gesprengt wird. Das ist aber laut Feuerwehr nur bis 21 Uhr möglich.

18:35 Uhr: Immer noch ist fraglich, ob die Bombe noch heute unschädlich gemacht werden kann - und die Gestrandeten die Nacht in ihren Wohnungen verbringen können. Die Feuerwehr hat 21 Uhr als spätesten Zeitpunkt ausgegeben. Sollte es bis dahin keine Lösung geben, müsse die Aktion auf morgen verschoben werden. Der Grund: Das Gesetz lässt Sprengungen nur bei Tageslicht zu.

18:29 Uhr: Das Ganze passiert ja jetzt zur Hauptverkehrszeit. Auf und neben dem Ring haben sich lange Autoschlangen gebildet. Sehen Sie hier die Bilder

18:16 Uhr: Noch hat die Säuberung der Bombe nicht begonnen. Die Vorarbeiten dauern an.

18:08 Uhr: Günther Sobieralski gilt als der absolute Kenner dieses Bombentyps. Und er verzichtet wohl auf ein elekronisches Vorgehen. Das sei zu gefährlich. Daher hat er sich eine Konstruktion gebaut, um über eine Schnur den Zünder zu drehen.

18:05 Uhr: Die Vorbereitungen gehen weiter. Die Sprengmeister haben 15 Quadratmeter große Matten um die Bombe gebaut. Sie sollen eine mögliche Detonation dämpfen.

18:03 Uhr: AZ-Reporter Willi Bock ist an der Universität. Wie er eben vernommen hat, verzögert sich die Entschärfung etwas – die Sicherungsmaßnahmen sind noch nicht ganz beendet. Wie lange es dauern wird, ist noch unklar.

18:01 Uhr: Es wird ernst: Die Bombe wird derzeit gesäubert. Das berichten die Kollegen von sueddeutsche.de

17:48 Uhr: AZ-Reporterin Annette Zoch meldet sich aus der Sicherheitszone: "Gebannte Stille über Schwabing"

17:26 Uhr: Techniker Heil sagt auf der Pressekonferenz: „Wir können nicht sagen, ob die Bombe heute entschärft wird.“ Die längste Entschärfung dauerte zwei Wochen. Und damit nicht genug: OB Christian Ude sagte, in der Baugrube könnten noch weitere Bomben liegen.

17:23 Uhr: Der Bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) lobt an der Münchner Freiheit die Einsatzkräfte und ehrenamtlichen Helfer: "Diese Ausmaße sind gigantisch. Seit 20 Jahren hat es in einer deutschen Großstadt keinen so großen Einsatz mehr gegeben. Es ist einmalig, wie professionell Feuerwehr, THW, Polizei und Ehrenamtliche zusammenarbeiten". Etwa 200 freiwillige Helfer seien im Einsatz. Sogar Fahrzeuge der Bergwacht seien unterwegs

17:14 Uhr: Die Chance, den Zünder zu entschärfen, liegt laut Andreas Heil von der Firma Tauber bei 40 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit einer Sprengung also bei 60 Prozent. Es wird „erhebliche Schäden geben“, sagt Heil bei der Pressekonferenz. Das Schlimmste seien die Splitter. Sie flögen bis zu 1000 Meter weit – und seien rasiermesserscharf. Gebäude würden beschädigt, Fenster würden kaputt gehen. Dazu komme noch eine Druckwelle – die in alle Richtungen gehen wird. 

17:12 Uhr: Seit 16 Uhr sind alle Freischankflächen geräumt. Der Ring in der Ifflandstraße ist gesperrt. Die U-Bahnhöfe Giselastraße, Münchner Freiheit, Dietlindenstraße und Bonner Platz ebenfalls. Bei einer Sprengung würde alle U-Bahnen auf den Linien U3 und U6 komplett gestoppt.

16:58 Uhr: Dass die Entschärfungs-PK in der Erlöserkirche stattfindet, ist hoffentlich ein gutes Zeichen! Erlöst uns von der Bombe!

16:56 Uhr: Auch das Ungererbad wird geräumt.

16:55 Uhr: "Stehenbleiben, Polizei!" Beamte auf der Leo werden jetzt richtig scharf im Ton, liefern sich teils heftige Wortgefechte mit renitenten Passanten.

16:50 Uhr: Die Behörden haben ein Überflugverbot verhängt. Eine halbe Stunde vor bis eine halbe Stunde nach einer möglichen Sprengung werden Teie des Mittleren Rings gesperrt. Betroffen werden auch die U 3 und die U 6 sein.

16:46 Uhr: OB Ude hat auf der Pressekonferenz die Geduld und Gelassenheit der Schwabinger ausdrücklich gelobt. "Das hat die Arbeit der Sicherheitskräfte extrem erleichtert."

16:44 Uhr: Auch Firmen sorgen sich um die Sicherheit ihrer Angestellten: Mitarbeiter der Münchner Rück an der Giselastraße wurden nach AZ-Informationen aufgefordert, das Gebäude bis 14.30 Uhr zu verlassen.

16:40 Uhr: Jetzt wird es langsam ernst. Die Straßen in Schwabing leeren sich merklich. Die restlichen paar Passanten gehen schnell.

16:37 Uhr: Was bedeutet es, wenn die Bombe heute nicht mehr unschädlich gemacht werden kann? - Dann müssen die Gestrandeten zumindest noch eine weitere Nacht in Notunterkünften verbringen.

16:29 Uhr: AZ-Reporter Willi Bock meldet sich von der Pressekonferenz. Das Wichtigste: Ab 17 Uhr wollen die Experten versuchen, den Zünder aus der Bombe zu drehen. Das Ganze passiert per Fernsteuerung. Die Bombenentschärfer werden rund 100 Meter entfernt hinter einem Haus in Deckung gehen und per Video die Bombe beobachten. Sollte es nicht gelingen, die Bombe auf diese Weise zu entschärfen, muss es zu einer kontrollierten Sprengung kommen. Dabei ist unklar, ob das noch heute passieren kann. Der Grund: Eine Sprengung darf nicht nachts durchgeführt werden.

16:18 Uhr: Auf der Leopoldstraße fährt jetzt der Feuerwehr-Lautsprecherwagen durch. "Suchen Sie die nächstgelegenen geschlossenen Räume auf."

16:12 Uhr: Und hier ganz aktuell der allerletzte Stand von Sprengmeister Diethard Posorski: Von 16 bis 17 Uhr werden die Absperrungen im Bannkreis fertig aufgebaut. „Danach machen wir noch Arbeiten an der Bombe, die man nur innerhalb dieser Sicherheitseinrichtungen machen kann.“ Das, so Posorski, sollte „etwa eine Stunde dauern“ – sprich: „Gegen 18 Uhr“ geht’s los.

16:06 Uhr: Die Pressekonferenz läuft. Polizeipräsident Schmidbauer bestätigt dabei, dass auch ein kleiner Teil des Mittleren Rings von der Sperrzone erfasst ist.

15:55 Uhr: Zur Ausweitung der Sicherheitszone hat das Kreisverwaltungsreferat eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen. Darin heißt es unter anderem: "Am Dienstag, 28.08.2012, wird 1 Stunde vor dem noch bekannt zu gebenden Zeitpunkt der Kampfmittelbeseitigung eine weitere Sperrzone mit einem Radius von ca. 1000 Metern um das Anwesen Feilitzschstraße 7 eingerichtet. Jeglicher Aufenthalt im Freien in der Sperrzone 2 ist verboten. Personen, die sich in der erweiterten Sperrzone 2 aufhalten, können in ihren Wohnungen verbleiben. Der Aufenthalt vor Fenstern ist während dieser Zeit verboten. Ebenso ist jegliches Verlassen der Wohnungen bis zum Abschluss der Kampfmittelbeseitigung untersagt."

15:51 Uhr: Wie groß der Appetit der Gestrandeten heute Mittag war, wissen wir nicht. Dafür können wir berichten, was es zu essen gab in den Notunterkünften. Die Belegschaft der Mensa Leoopoldstraße hat eine Sonderschicht eingelegt und auf Anfrage der Feuerwehr innerhalb einer Stunde spontan 400 Essen für zwischen 150 - 200 evakuierte Personen in Schwabing zubereitet. Es gab zwei verschiedene Menus: Wiener Schnitzel mit Zitronenspalt, Petersilienkartoffeln und buntem Gemüse
Tagliatelle mit Tomaten-Basilikum-Sauce und Parmesan
Dazu: Blattsalate sowie Tomaten-/Bohnensalat

15:48 Uhr: Ausweitung der Sicherheitszone auf einen Radius von 1.000 Metern. Davon sind laut Angaben der Feuerwehr 3.000 Menschen betroffen.

15:37 Uhr: Wo kommen eigentlich die Autos hin, die aus der Gefahrenzone geschleppt werden? - Auf den Metro-Parkplatz, wie die Kollegen von sueddeutsche.de recherchiert haben.

15:34 Uhr: Die Feuerwehr rät den Hausbewohnern, die Fenster zu schließen. Eine Ausdehnung der Sicherheitszone ab 16 Uhr reicht bis zum Iffland-Ring.

15:17 Uhr: Neue Details, was den Zeitplan betrifft: Um 16 Uhr soll die Sicherheitszone auf einen Radius von 1.000 Meter um die Feilitschstraße ausgedehnt werden. Ebenfalls ab 16 Uhr werden Einsatzfahrzeuge durch das Gebiet fahren und per Lautsprecher die Leute dazu aufrufen, in ihre Häuser zu gehen bzw. die Sicherheitszone zu verlassen. Um 17 Uhr dann soll Sprengmeister Sobieralski direkt die Bombe untersuchen. Danach fällt die Entscheidung, ob entschärft oder gesprengt wird.

15:10 Uhr: Selbst ein Verbindungsoffizier der Bundeswehr war zwischenzeitlich am Ort des Geschehens. Allerdings nur in beobachtender und beratender Funktion. Hilfe durch die Bundeswehr könnte die Stadt im, Katastrophenfall beantragen.

15:02 Uhr: Die Einsatzkräfte bringen immer mehr Heu an die Fundstelle. Durch Heu und Sandsäcke sollen die Folgen einer möglichen Detonation so gering wie möglich gehalten werden.

14:50 Uhr: Münchens Polizeipräsident Schmidbauer ist eingetroffen. Die Sammelstellen ordern noch mehr Feldbetten.

14:48 Uhr: Jetzt hilft auch das Studentenwerk München mit: Die Mensa-Belegschaft, rund 30 Leute, steht derzeit in der Küche des Werks in der Leopoldstraße und kocht Rigationi mit Tomatensoße für die Menschen, die in den Notunterkünften ausharren. Die Feuerwehr holt die Nudeln ab.

14:45 Uhr: Eilmeldung: Diethard Posorski sagt der AZ: Der Termin für die Entschärfung soll „um 17 Uhr rum“ liegen!

14:44 Uhr: Immer wieder gibt es spektakuläre Funde von Fliegerbomben. Allein im vergangenen Jahr haben Experten in Bayern mehr als 60 Tonnen Bombenblindgänger und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und unschädlich gemacht. Rund 1000 Mal waren im Jahr 2011 die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes nach Angaben des Innenministeriums im Einsatz. Dabei entschäften sie allein 214 Spreng- und Splitterbomben mit insgesamt fast sieben Tonnen Explosivstoff. Wie viele unentdeckte Blindgänger noch im Freistaat liegen, ist nach Ministeriumsangaben unklar

14:33 Uhr: Auch auf Twitter ist der Bombenfund in Schwabing unter dem Hashtag #Bombe heiß diskutiert. "Sperrzone um 16 Uhr also. Toll, ich wohne mittendrin", twittert @kaesbrot

14:27 Uhr: Gesperrte Straßen, Anwohner in Notunterkünften, Sandsäcke auf der Bombe: Den Tag in Bildern haben wir in einer Fotostrecke für Sie zusammengefasst. Die Bilder gibt's hier

14:17 Uhr: 2.500 Münchner mussten am Montagabend ihre Häuser verlassen. Wie leben sie in den Notunterkünften? - Hier gibt's die Bilder

14:13 Uhr: Um 15:30 Uhr soll die Öffentlichkeit Näheres erfahren. Für diesen Zeitpunkt ist eine Pressekonferenz anberaumt. Die Teilnehmer: Oberbürgermeister Christian Ude, Polizeipräsident . Wilhelm Schmidbauer, Dr. Heil von der Entschärfungsfirma, Claudia Vollmer (Leitende Verwaltungsdirektorin im Kreisveraltungsreferat) und Branddirektor Jörg Fiebach. Die AZ-Reporter werden sich direkt aus der Pressekonferenz melden. Hier im Liveticker verpassen Sie nichts.

14:04 Uhr: Die Vorbereitungen laufen. Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes haben Sandsäcke aufgetürmt, um Splitterfolgen bei einer möglichen Detonation so gering wie möglich zu halten. „Wir versuchen, die Bombe zu entschärfen. Bei dieser Entschärfung ist die Möglichkeit, dass die Bombe hochkommt, aber doch relativ groß“, sagte der Leiter der Kampfmittelbeseitigung, Diethard Posorski.

13:50 Uhr: Es gibt neue Informationen, was den Zeitplan angeht: Ein Feuerwehrsprecher sagte am Dienstagmittag, dass der Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg nicht vor 16 Uhr entschärft werden könne.

13.23 Uhr: Johann Petryszak von der Münchner Feuerwehr sagt, kurz vor der Entschärfung der Bombe wird die Schutzzone auf 1000 Meter erweitert. Das bedeutet: U-Bahnen fahren gar nicht, Verkehrssperrung, Durchsagen. Leute werden aber nicht evakuiert, sondern dürfen nur ihre Häuser nicht verlassen.

13:15 Uhr:  Die Polizei schleppt rund um die Baugrube Autos ab. „Da sind ja schon ein paar teure dabei, zum Beispiel Porsches“, sagt Sprengmeister Posorski. „Die müssen weg, sonst könnten sie beschädigt werden."

13.11 Uhr: Günther Sobieralski und Diethard Posorski, die beiden Bombenexperten, haben sich abgesprochen: „Der Plan steht“, sagt Posorski der AZ. „Wir versuchen eine Entschärfung. Wenn's nicht klappt, wird die Bombe gesprengt.“

13:02 Uhr: Gruselig ist es auch für U-Bahn-Fahrer: an der menschenleeren Münchner Freiheit fährt die U-Bahn ganz langsam durch

12: 51 Uhr: Wer ist eigentlich Günther Sobieralski, jener Mann, der in wenigen Stunden die Bombe unschädlich machen soll? Lesen Sie hier ein Porträt.

12:37 Uhr:  Anwohnerin Helga Cronauer hat die Nacht in der Mandlstraße verbracht, jetzt sitzt sie an "Bussis Kiosk" in der Sonne und trinkt einen Kaffee. Sie lobt die Malteser-Hilfskräfte: "Die Helfer waren hinreißend zu uns. Ganz geduldig, besonnen, obwohl es auch immer wieder Leute gab, die gereizt waren. Schreiben Sie das mal", sagt sie zur AZ-Reporterin. "Die haben ein ganz ganz dickes Lob verdient!" Auch Rollstuhlfahrerin Anita Toller lobt die Einsatzkräfte: "Mir als Rollifahrerin konnte nix besseres passieren, hier ist alles geräumig und ebenerdig. Die Verpflegung ist gut. Sogar für meinen Hund Molli wird prima gesorgt. Laut war's hier schon nachts - aber ich wohne direkt an der Feilitzschstraße, da ist das bisschen Geräuschpegel hier nix dagegen."

12:26 Uhr: Eine Mitarbeiterin der Firma Tauber, für die der Spezialist Günther Sobieralski arbeitet, kann die Beklemmung in München nachvollziehen: „Wir hatten hier in Oranienburg schon viele Entschärfungen.“ Am Donnerstag sei es wieder so weit – da werde der Bahnhof geräumt. „Wir drücken München die Daumen“, sagt die Dame. „Und wir hoffen, dass Sie uns unseren Chef wohlbehalten zurückbringen.“

12:15 Uhr: Die AZ hat nochmal mit dem Ingolstädter Sprengmeister Posorksi gesprochen. Demnach soll es folgenden Plan geben: Erst will man versuchen, die Bombe zu entschärfen. Wenn das nicht klappt, soll sofort und direkt am Fundort eine kontrollierte Sprengung durchgeführt werden.

12:10 Uhr: Soeben sind die Experten von der thüringischen Spezial-Firma „Tauber Kampfmittelbeseitigung“ eingetroffen. Zu ihnen gehört auch Günther Sobieralski.

11:59 Uhr: Wie geht es den Menschen, die bereits gestern Abend ihre Häuser verlassen mussten? Glück haben jedenfalls die in der katholischen Akademie in der Mandlstraße untergebrachten Schwabinger. Der hauseigene Koch ist auch evakuiert worden. Und weil er dann auch gleich arbeiten kann, war er fast die ganze Nacht vor Ort und hat die Gestrandeten versorgt. Heute Mittag gibt es ein "leichtes Pastagericht", verrät er der AZ.

11:55 Uhr: Alles wartet jetzt zunächst auf den Bomben-Spezialisten Günther Sobieralski. Der Experte aus Oranienburg befindet sich derzeit auf der Anfahrt nach München, er soll hier zwischen 12 und 13 Uhr eintreffen. Und: Eine Polizeieskorte soll Sobiralski vom Autobahnende bis in die Feilitzschstraße begleiten.

11:48 Uhr: Eilmeldung: Eine kontrollierte Sprengung der Bombe soll um 18 Uhr erfolgen. Das hat die AZ soeben aus Polizeikreisen erfahren.

11:45 Uhr: Die AZ schaut kurz mal vorbei im Gasthaus "Brezn" in der Leopoldstraße. Kellner Vadim berichtet: "Wir wurden gestern gegen halb 7 aus dem Lokal geschmissen. Drinnen und draußen war alles voll besetzt. Wir hatten noch nicht mal Zeit, die Tische abzuwischen. Jetzt stehe ich direkt vor dem Lokal, weil es heißt, dass wir im Laufe des Nachmittages wieder rein können. Ich habe da aber keine große Hoffnung."

11:40 Uhr: Es ist ein Mega-Einsatz für die Landeshauptstadt. Nach Angaben der Münchner Berufsfeuerwehr sind 70 Feuewehrleute, 70 Polizisten, 50 Sanitäter und 40 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks im Einsatz.

11:32 Uhr: In der Marschallstraße sind Bundespolizisten auf Balkonen zu sehen. Offenbar sind immer noch Leute in Wohnungen, die eigentlich seit dem Abend komplett evakuiert sein sollten.

11:31 Uhr: Helis kreisen über Schwabing. Der bekannte Fotograf Wolfgang Roucka ist eingetroffen. Ganz besonder sbitter: Roucka wurde gleich zweimal evakuiert - mit der Wohnung und mit seinem Atelier und Geschäft.

11:29 Uhr: Der Kiosk an der Mandlstraße. Hier verkauft sich die AZ heute besonders schnell. "Bombenangst in Schwabing" - so steht es auf der Seite 1. Die Besitzerin des Kiosks verteilt Kekse an Gestrandete

11:26 Uhr: Es gibt Neues zum möglichen Zeitplan. Um 12 Uhr sollen zusätzliche Entschärfungsspezialisten am Fundort einlangen. Für 15 Uhr hat die Einsatzleitung zu einer Pressekonferenz geladen.

11:23 Uhr: Der Bomben-Tourismus hat eingesetzt. AZ-Reporter Tim Wessling trifft Passanten aus Würzburg: „Wir sind extra wegen der Bombe hierher gekommen – zum Gucken!“

11:20 Uhr: Die Anwohner sind verunsichert, die Angaben sind zu widersprüchlich. Ein Polizist sagt zum AZ-Reporter, die Bombe werde bald entschärft. Andere sagen, heute Abend um 22 Uhr werde die Bombe gesprengt. Am Rande des abgesperrten Gebiets fahren Einsatzwagen mit Lautsprechern. Die Durchsage: „Melden Sie sich bei den Sammelstellen. Verlassen Sie Ihre Häuser!“

11:16 Uhr: Nochmal zurück zum womöglich wichitgsten Mann an diesem Tag, Sprengmeister Posorski. Das Unglaubliche: Er wäre eigentlich gar nicht hier. Posorski arbeitet eigentlich beim Sprengkommando Ingolstadt. „Ich vertrete hier jemanden, der im Urlaub ist“, sagt der Sprengmeister. Wenn er mit dieser Bombe fertig ist, fährt er zurück nach Ingolstadt. „Dann mache ich eine weitere Urlaubsvertretung – und dann gehe ich in den Ruhestand! Den habe ich mir wohl verdient“, sagt der Mann, der seit den 70ern Bomben entschärft.

11:06 Uhr:  So wie es jetzt aussieht, soll es zu einer kontrollierten Sprengung der Bombe kommen - direkt am Fundort. Das hat die Münchner Feuerwehr mitgeteilt.  Derzeit wird die Bombe mit Dämmmaterial wie Heuballen gesichert, um die Druckwelle bei einer möglichen Detonation in den Boden abzuleiten. Außerdem soll ein Bombenspezialist aus den neuen Bundesländern kommen. Die Arbeiten könnten sich bis in den späten Nachmittag oder Abend hinziehen.

10:52 Uhr: Das Tückische an der Bombe: Sie hat einen Langzeitzünder mit Ausbausperre. Das sagte Sprengmeister Diethard Posorski soeben der AZ. „Wenn ich den rausdrehe, zündet sie automatisch.“ Der Sinn solcher Bomben „Sie hatten eine Verzögerung von Stunden oder Tagen“, sagt Posorski. „damit kriegswichtige Anlagen nicht genutzt werden konnten.“ Niemand konnte sie wegräumen, bevor sie explodierten, die Bomben sperrten ganze Gebiete ab – und niemand wusste, wann sie hochgehen. Sprengmeister Diethard Posorski hat es jetzt mit so einer Höllenmaschine zu tun – dabei hat er die ganze Nacht nicht geschlafen. Die Bombe will er trotzdem entschärfen: „Na klar mache ich das“, sagt er.

10:32 Uhr: Bagger sind aufgefahren, schweres Gerät. An der Münchner Freiheit steht ein Lkw. Er hat Sandsäcke geladen.

10:20 Uhr: AZ-Reporterin Annette Zoch meldet sich aus Schwabing. Sie hat eine der Notunterkünfte besucht. Ein Helfer berichtet: "Die Stimmung wird gereizt, stündlich schlechter." Die Menschen würden noch auf ein Frühstück warten.

10 Uhr - Willkommen beim Liveticker auf az-muenchen.de. Nach dem Fund einer Fliegerbombe am Montagabend wurde der heutige Tag mit Spannung erwartet. Wie geht es weiter? Kann die Bombe entschärft werden, wird sie direkt in der Feilitzschstraße kontrolliert gesprengt werden? Wie geht es den rund 2500 Schwabingern, die die Nacht in Notunterkünften verbracht haben? Wir halten Sie ab sofort  hier im LIveticker auf dem Laufenden.

 

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