„So geht’s nicht“, sagt Josef Schmid, OB-Kandidat der CSU, zur jetzigen Verkehrsführung auf der Lindwurmstraße. Er will die Bäume „in die Überlegungen einbeziehen“

München –  Seit zwei Wochen sorgt die Verkehrsführung in der Lindwurmstraße für hitzige Diskussionen. Jetzt bringt Josef Schmid, OB-Kandidat der CSU, eine neue Variante ins Spiel. Zur AZ sagte er, man könne auch die „Baumgräben“ in Erwägung ziehen, also die Flächen, auf denen die Pappeln entlang der Lindwurmstraße wachsen. Hier könnte neuer Platz für Radlerspuren entstehen.
Wie mehrmals berichtet, verlegen die Stadtwerke bis Mitte September zwischen Sendlinger-Tor-Platz und Kapuzinerstraße Glasfaserkabel. Deshalb wurden die Radwege auf die Fahrbahn verlegt, für die Autofahrer entfällt pro Richtung eine Fahrspur.

Während der Bund Naturschutz und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) fordern, dass die Radlerspuren dauerhaft bleiben – auch aus Sicherheitsgründen – sehen viele Autofahrer und die CSU darin ein Schreckensszenario. Die Stadträte Richard Quaas und Georg Schlagbauer stellten eine Anfrage an OB Christian Ude, in der sie die Maßnahme „als Skandal auf dem Rücken von Anwohnern, Patienten, Notdiensten und Autofahrern“ bezeichneten.

„Den Autoverkehr auf die Nebenstraßen zum Ausweichen zu zwingen, ist konzeptionslos und keine Lösung“, sagte Josef Schmid am Freitag zur AZ. Von einem neuen Tunnel ist diesmal keine Rede. Stattdessen schlägt Josef Schmid vor, entweder nach einer alternativen Route für die Radfahrer zu suchen – sprich, sie „umzuleiten“. Oder: Anstatt den Platz umzuverteilen wie es jetzt der Fall sei,  schlägt er vor, „mehr Raum zu schaffen“. Da die Straße nicht breiter werden kann, als sie ist, lautet sein Vorschlag: Man müsse auch die Bäume in die Überlegungen einbeziehen. „Wir brauchen eine zielführende Lösung.“

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