Lindwurmstraße Der Radl-Vorschlag der CSU: Kahlschlag?

Nina Job, 11.08.2012 12:00 Uhr

„So geht’s nicht“, sagt Josef Schmid, OB-Kandidat der CSU, zur jetzigen Verkehrsführung auf der Lindwurmstraße. Er will die Bäume „in die Überlegungen einbeziehen“

München –  Seit zwei Wochen sorgt die Verkehrsführung in der Lindwurmstraße für hitzige Diskussionen. Jetzt bringt Josef Schmid, OB-Kandidat der CSU, eine neue Variante ins Spiel. Zur AZ sagte er, man könne auch die „Baumgräben“ in Erwägung ziehen, also die Flächen, auf denen die Pappeln entlang der Lindwurmstraße wachsen. Hier könnte neuer Platz für Radlerspuren entstehen.
Wie mehrmals berichtet, verlegen die Stadtwerke bis Mitte September zwischen Sendlinger-Tor-Platz und Kapuzinerstraße Glasfaserkabel. Deshalb wurden die Radwege auf die Fahrbahn verlegt, für die Autofahrer entfällt pro Richtung eine Fahrspur.

Während der Bund Naturschutz und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) fordern, dass die Radlerspuren dauerhaft bleiben – auch aus Sicherheitsgründen – sehen viele Autofahrer und die CSU darin ein Schreckensszenario. Die Stadträte Richard Quaas und Georg Schlagbauer stellten eine Anfrage an OB Christian Ude, in der sie die Maßnahme „als Skandal auf dem Rücken von Anwohnern, Patienten, Notdiensten und Autofahrern“ bezeichneten.

„Den Autoverkehr auf die Nebenstraßen zum Ausweichen zu zwingen, ist konzeptionslos und keine Lösung“, sagte Josef Schmid am Freitag zur AZ. Von einem neuen Tunnel ist diesmal keine Rede. Stattdessen schlägt Josef Schmid vor, entweder nach einer alternativen Route für die Radfahrer zu suchen – sprich, sie „umzuleiten“. Oder: Anstatt den Platz umzuverteilen wie es jetzt der Fall sei,  schlägt er vor, „mehr Raum zu schaffen“. Da die Straße nicht breiter werden kann, als sie ist, lautet sein Vorschlag: Man müsse auch die Bäume in die Überlegungen einbeziehen. „Wir brauchen eine zielführende Lösung.“

Anzeige
Anzeige
Kommentare (23)
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen
DEZ
19
Automobilist, 13:32 Uhr

Fahrradfahrer sind eine Plage

Warum tut man nicht einfach mehr dafür, dass die lästigen Radfahrer endlich von den Straßen verschwinden? Jedem vernünftigen Verkehrsteilnehmer sind die Radler zunehmend ein Dorn im Auge. Es sollte strengere Kontrollen seitens der Polizei geben. Denn Verkehrsregeln gelten schließlich auch für Radfahrer. Ein weiterer Vorschlag: Versicherungskennzeichen für Fahrräder einführen. Zusätzlich Helmpflicht. Bei Nichtbeachtung hohe Strafen und Punkte in Flensburg. Dann würden sich diese Leute nämlich überlegen, ob sie wirklich mit dem Rad fahren müssen und damit andere Verkehrsteilnehmer belästigen.

AUG
14
Michael, 15:13 Uhr

Wahlen

Bleibt nur zu hoffen, dass diese 'Partei' bei den nächsten Wahlen die Quittung für ihre hervorragend intelligente und Bürgernahe Politik erhält.

AUG
14
MünchenRadler, 09:54 Uhr

Verkehr in München

Ganz einfach! Vorbild London, fährt ein KFZ über den Äusser Ring ein: 5,-- € über den Mittleren Ring: 10,-- € über den Altstadt Ring 15,-- € Eingenommenes Geld für Infrastruktur (ÖPNV usw.) verwenden. Danke!

Kommentar-Seite 1  von  8