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Liebestoller Beamter Sex in der Kirche: Polizist kämpft um Job

AZ Lokalredaktion, vom 09.05.2011 00:00 Uhr
Scchäferstündchen auf der Empore in der Rennertshofener Kirche Foto: abendzeitung
Scchäferstündchen auf der Empore in der Rennertshofener Kirche Foto: abendzeitung

Ausgerechnet beim Rosenkranz amüsierte sich ein Pärchen auf der Empore der Pfarrkirche in Rennertshofen (Kreis Neuburg-Schrobenhausen). Der Polizist und seine Freundin wurden in flagranti erwischt. Heute kämpft der 27-jährige Polizeiobermeister vorm Münchner Verwaltungsgericht um seinen Job.

Rennertshofen - Nach einer feuchtfröhlichen Silvesterparty überkam Stephan M. und seine Freundin Lust nach einem Quickie. Dafür suchte sich das liebestolle Pärchen ausgerechnet die barocke Pfarrkirche Sankt Johannes Baptist aus. Die Tür der Kirche war nicht verschlossen. Und so schlichen sich der Polizeiobermeister und die Studentin (23) unbemerkt auf die Empore.

Während unten 25 Gläubige den Rosenkranz vor der Frühmesse beteten, drang oben von der Empore lustvolles Stöhnen. Eine Frau bestieg daraufhin die Orgel-Empore der Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Und stand plötzlich vor einem halbnackten Paar beim Liebesspiel. Die beiden schossen augenblicklich hoch, rafften ihre Klamotten zusammen – und machten sich aus dem Staub.
Dabei liefen sie einer Angestellten des Pfarrbüros in die Arme. Und die erkannte in dem flüchtenden Casanova Stephan M. Seine Freundin hatte sich geistesgegenwärtig eine Mütze über den Kopf gezogen. Sie blieb zunächst unerkannt.

Pfarrer Nikolaus Maier prangerte das „schamlose Ausleben von Trieben” kurz darauf in seiner Neujahrspredigt an. Und die Gemeinde gab dem liebestollen Paar sogar noch Gelegenheit, sich für ihr Treiben zu entschuldigen.

Doch damit war die Sache noch lange nicht ausgestanden. Der Quickie in der Silvesternacht 2009/2010 hat für Stephan M. jetzt ein noch viel unerfreulicheres Nachspiel: Der Polizeiobermeister wurde von seinen Vorgesetzten vom Dienst suspendiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen ihn und seine Freundin wegen Störung der Religionsausübung. Am Ende stand ein Strafbefehl. Stephan M. musste 1800 Euro zahlen, seine Freundin 900 Euro.

Auch disziplinarrechtlich hat der Sex in der Kirche Folgen. Denn das Innenministerium gibt sich nicht damit zufrieden, das Gehalt des liebestollen Polizisten zu kürzen, einen Verweis zu erteilen oder ihn zu degradieren. Er soll jetzt sogar komplett aus dem Dienst entfernt werden.

Vor dem Verwaltungsgericht München entscheidet sich am Montag, ob der 27-jährige Polizeiobermeister aus dem Staatsdienst entlassen wird.
Im Fall einer Verurteilung könnte Stephan M. in der nächsten Instanz vor dem Verwaltungsgerichtshof klagen.

Kommentare (16)
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MAI
11
20:21 Uhr, geschrieben von Antigott
Aus Anstand erst recht
in der Kirche treiben. Die meisten Gotteshäuser sind mitunter staatlich saniert worden. Pfarrer belästigen auch andere. Wem gefällt das Gebimmel Sonntags morgens? Also warum nicht richtig guten Sex in der Kirche haben. Was dem Pfarrer gut und billig mit Kindern ist kann unter Erwachsenen kaum schlechter sein. Leute, wacht mal auf und seht euch an wie verlogen das ganze ist. Welcher Pfarrer wurde bisher bestraft geschweige rausgeworfen? Mir ist so ein Polizist tausend mal lieber und vor allem menschlicher als die ganzen anderen Heuchler die Demonstranten die Augen ausschießen, aber im Dienst bleiben. Da kann man nur noch kotzen. Wir leben in einem Rechtsstaat mit Betonung auf "Rechts".
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MAI
10
08:15 Uhr, geschrieben von Katholik
Grosser Fehler
Die sexuellen Handlungen in den Kirchen waren bisher auf Handlungen zwischen Priestern und Kindern beschränkt. Der Polizist hat da einfach daneben gegriffen. Die Strafe sollte aber massvoll sein. Könnte mir vorbeten bei einem Rosenkranz vorstellen.
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MAI
09
16:35 Uhr, geschrieben von Besserwisser
Recherche is nachlässig
A) der ehem. Polizist ist 28 B) wird er aus dem Staatsdienst entlassen und zwar nicht wegen seiner Sexaffäre, sondern wegen eines zusätzlichen Waffenvergehens (Unterschlagung einer Pistole und 20 Schuss Munition).
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