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Leute Promi-Penner Schorsch wird Mode-Star

Kimberly Hoppe, vom 01.10.2011 10:00 Uhr
Penner Schorsch wird zum Mode-Star. Das P1 druckt sein Gesicht in einer Wiesn-Edition auf T-Shirts ab - die Promis sind begeistert. Foto: AZ/Kimberly Hoppe

"Schorschtown": Das P1 bringt eine streng limitierte T-Shirt-Kollektion heraus – über einen Obdachlosen, den sogar die Promis kennen.

München - Wo die Schönen und Reichen feiern – ist er auch. Weniger schön und weniger reich, aber doch geduldet und gemocht: Promi-Penner Schorsch, über den es zwar Tausende Geschichten gibt, aber die Wahrheit kaum jemand weiß.

Er trägt Vollbart, meist Jeans, ein Käppi oder Tuch auf dem Kopf. Seine Stimmung ist fröhlich – besonders wenn man ihm eine Zigarette, Geld oder Champagner schenkt.

Zur Nicht-Wiesn-Zeit ist er fast jede Nacht vorm P1 anzutreffen. Zur Wiesn-Zeit steht er dann vor Käfers Wiesn-Schänke – oder manchmal im Zelt, weil ihn eh jeder Mitarbeiter kennt und gerne auch mal reinlässt. Dort wird er dann von Promis wie Bayern-Star Basti Schweinsteiger auf eine Maß eingeladen.

Jetzt hat er wirklich Grund zum Anstoßen, denn: Das P1 hat zur Wiesn ihrem besonderen Gast eine T-Shirt-Kollektion gewidmet. „Schorschtown“ heißt der Schriftzug, darunter das Konterfei von Schorsch mit einer Flasche Bier in der Hand.

Die Reihe ist streng limitiert auf 50 graue und 50 schwarze Shirts (à 70 Euro, p1-club.de). Der Promi-Penner wird zum Mode-Star: Immer mehr Party-Gäste rennen mit dem „Schorschtown“-Shirt herum.

Wie kam’s zur Idee?

Das P1 ließ mitteilen: „Der Schorsch gehört zum P1 wie Champagner und Bussi Bussi. Jeder kennt ihn, und jeder respektiert Ihn. Daher widmen wir unser erstes Shirt dem lieben Schorsch. Ein Löwenanteil des Erlöses geht natürlich an unseren Helden.“

Ob er so viel von seinem Mode-Glück weiß, ist fraglich. Als ich ihn in der Käfer-Schänke treffe und frage, warum er nicht sein eigenes Shirt trägt, schaut er mich verdutzt an: „Keine Ahnung! Aber haste ’ne Kippe, bitte!?“

 

 

 

Kommentare (4)
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NOV
16
03:15 Uhr, geschrieben von EinMünchner
Falsche Recherche
Nur rein zur Info, der Schorsch ist Nicht-Raucher. Arbeite selbst im Lehel und bekomme Ihn mehrmals die Woche zu sehen, er hat mich aber beim rauchen noch nie um eine Zigarette gebeten! Soviel zum schlechten Niveau der AZ...
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OKT
03
14:22 Uhr, geschrieben von Mensch
Zeiterscheinung
The show must go on.
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OKT
01
14:18 Uhr, geschrieben von Beobachter
Nun ja
Besser hätten die Promis vor fünfzehn Jahren für eine Therapie des Schorsch gesammelt, als er noch im Winter mit nacktem Oberkörper die Autos am Altstadtring segnete. Stattdessen widmete ihm die SZ eine Seite 3 und Redaktion und Leser schlugen sich auf die Schenkel und wieherten. Der Schorsch verfiel in diesen Jahren zusehend. Kann mir nicht vorstellen, dass es Schorsch gut geht. Für eine Therapie ist es jetzt jedoch zu spät. Ein verzweifelter Mensch mehr, den die Gesellschaft nicht begreift. Statt anderen Betroffenen zu helfen, wird halt dann Gaudi gemacht. Schorsch ist weder kultig noch lustig, sondern ein mit seinen inneren Problemen sichtbarer Mensch.
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