Lesung im Stadtmuseum Deutsch sein und schwarz dazu

Schwarze sollten den Deutschen keine Arbeitsplätze wegnehmen, sie kamen in den Völkerschauen unter: So war es in der Weimarer Republik. Und heute?

Altstadt - Theodor W. Michaels Vater kam vor dem Ersten Weltkrieg aus Kamerun, damals deutsches „Schutzgebiet“, nach Deutschland und wurde wie andere Kolonialmigranten freundlich aufgenommen. Er heiratete eine Deutsche und gründete eine Familie.

Doch schon während der Weimarer Republik fand man, „Farbige“ sollten den Deutschen keine Arbeitsplätze mehr wegnehmen. Bald konnten sie nur noch in den sehr beliebten „Völkerschauen“ unterkommen. In der NS-Zeit wurden ihnen die deutschen Pässe entzogen. Nur als stumme Komparsen in den zahlreichen Kolonialfilmen waren sie noch gefragt.

Theodor W. Michael liest am Mittwoch, 6. November, um 19.30 Uhr im Foyer des Münchner Stadtmuseums, St.-Jakobs-Platz 1, aus seinem Buch „Deutsch sein und schwarz dazu. Erinnerungen eines Afro- Deutschen“.

Die Lesung findet im Rahmen des Kulturprogramms zur Ausstellung „DECOLONIZE MÜNCHEN“ im Münchner Stadtmuseum statt. Im Anschluss findet ein Gespräch statt. Es moderiert die Kulturpädagogin Sarah Bergh. Der Eintritt ist frei.

 

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