Grundschullehrkräfte können sich jetzt auch zur Erzieherin qualifizieren

Der Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren durch die zuständigen Kommunen läuft in Bayern auf Hochtouren. Durch den rasanten Ausbau ist der Bedarf an Erzieherinnen in den letzten Jahren gestiegen. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, greift der Freistaat den zuständigen Kommunen mit einem Bündel an Maßnahmen unter die Arme. Neben dem Ausbau der Ausbildungsplätze für Erzieherinnen, Zugangserleichterungen für Kinderpflegerinnen zur Erzieherausbildung und für Quereinsteiger unterstützt der Freistaat ein neues Qualifizierungsprojekt der Landeshauptstadt speziell für Grundschullehrkräfte. Dieses bietet allen Lehrkräften in Bayern, die nicht in den Schuldienst übernommen werden, die Chance, sich für die Betreuung der Jüngsten weiterbil- den zu lassen. Der wirksamste Hebel gegen den regionalen Fachkräftemangel sind jedoch bessere Rahmenbedingungen. Hier sind zuallererst die Träger und die Kommunen in der Pflicht. Dazu erklärte Familienministerin Christine Haderthauer: „Erzieherinnen haben eine ungeheure Verantwortung. Sie leisten einen bedeutenden Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft. Leider bleiben Ansehen, Bezahlung und Arbeitsbedingungen oft hinter dieser Bedeutung und dem Anforderungsprofil zurück. Ich plädiere dafür, die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung zu verbessern. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass dieser Beruf nicht nur in ideeller Hinsicht gewinnbringend ist, sondern sich auch in Euro und Cent auszahlt.”