Der Herr Lehrer mag es gerne fesselnd. Er zieht sich Reizwäsche an und ein paar Damenstiefel an. Dann fesselt er sich selbst mit Handschellen. Doch er bekommt die Dinger nicht mehr auf. Wie er den SM-Sex überlebte.

Schwabing - Der Erotic-Thriller „Shades of Grey“ hat bei manchem die Lust auf extravagante Sex-Spielchen geweckt: Bondage, erotische Fesselspiele, sind jedoch als Hobby nicht ungefährlich, wie der Fall eines 57-Jährigen beweist. Der Schwabinger hat einen Faible dafür, sich gelegentlich Reizwäsche anzuziehen und dazu noch ein paar Damenstiefel. So ausstaffiert legt er sich dann noch ein paar Fesseln aus seiner Sammlung an. Wenn der Lehrer dann absolut wehr- und hilflos in seiner Wohnung am Boden liegt, verschafft ihm das den ersehnten Kick.

Am Samstag gingen seine extravaganten Sex-Spielchen gründlich schief: Er bekam die Handfesseln auf seinem Rücken nicht mehr auf. Die Schlüssel lagen im Wohnzimmer - an einer Stelle, an die er nicht mehr herankam. Verzweifelt versuchte sich der Schwabinger aus seinen Fesseln zu befreien. Um Hilfe zu rufen, wagte er nicht, aus Scham, die Nachbarn könnten von seinem Fetisch etwas mitbekommen.

Vor Durst kroch er in die Küche. Dienstagabend schlug ein Nachbar Alarm. Ihm war aufgefallen, dass der Postkasten überquoll. Zudem hörte er wirres Gebrabbel, Licht brannte in der Wohnung, nur öffnete keiner. Ein Notarzt brachte den halb verdursteten Lehrer schließlich ins Krankenhaus.