Landsberg am Lech Landtag gedenkt NS-Opfern in ehemaligem KZ-Außenlager

Der Todes-Bunker existiert heute noch, er liegt auf dem Gelände der Welfen-Kaserne. Foto: Bundeswehr

Im Bunker der Welfenkaserne, einem früheren Außenlager des KZ Dachau in Landsberg am Lech, gedenkt der Landtag am Donnerstag der NS-Opfer. 

München - Der Landtag beschreitet neue Wege beim Gedenken an die Opfer der NS-Herrschaft.

Erstmals findet die alljährliche Gedenkfeier am Donnerstag um 14 Uhr in einem früheren Außenlager des KZ Dachau statt. Der Bunker der Welfenkaserne in Landsberg am Lech wurde 1944 und 1945 von Zwangsarbeitern gebaut. Dabei starben geschätzt 7000 Menschen – etwa ein Drittel der Arbeiter. Der Bunker war eigentlich für die unterirdische Produktion von Kampfflugzeugen gedacht und wird heute von der Bundeswehr genutzt.

Unter den Gästen der Gedenkfeier sind auch die ehemaligen Häftlinge Abba Naor und Uri Chanoch – zwei litauische Juden, die in dem damaligen Außenlager des KZ Dachau arbeiteten, anschließend die Todesmärsche überlebten und heute in Israel leben.

Beide setzen sich zusammen mit der Stiftung Bayerische Gedenkstätten für die Versöhnung ein und kommen regelmäßig nach Deutschland, um mit Schülern zu diskutieren.

 

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