Landgerichtsprozess in München Serieneinbrecher knacken Geldautomaten: Nur ein Geständnis

Die drei Angeklagten mit ihren Anwälten. Foto: jot

Prozess: Ein Trio steht wegen zwölf Einbrüchen vor Gericht. Einer der Angeklagten gesteht, die anderen beiden schweigen.

München - Einer singt, die anderen nicht. Diese Konstellation ergibt sich am Donnerstag beim Landgerichtsprozess gegen drei mutmaßliche Serieneinbrecher. Die Männer im Alter von 41 bis 61 Jahren sollen im Großraum München zwölf Mal in Gaststätten, Wohnungen und Geschäftsräume eingestiegen sein. Einer der Angeklagten gibt vor Gericht auch seine Beteiligungen zu, macht detaillierte Angaben zu diesen Einbrüchen. Seine mutmaßlichen Komplizen schweigen dagegen beim Auftakt der Verhandlung.

Der erste angeklagte Fall spielt in der Nacht auf den 15. April 2015 in Neuhausen und gibt das Muster vor. Die Täter hebelten ein Fenster auf und gelangten so in die Gaststätte in der Leonrodstraße. Sie hatten es vor allem auf die Geldspielautomaten abgesehen. Die drei Automaten wurden geknackt. Inhalt: knapp 15 000 Euro.

Um ihre Spuren zu verwischen, verschütteten die Einbrecher Bier und Spülmittel über die Automaten. Diese Vorgehensweise wiederholten sie so oder ähnlich bei den folgenden Einbrüchen. In Herrsching brachen zwei der Täter in die Wohnung der Schwägerin eines Angeklagten ein. Der wollte erfahren haben, dass die Geschäftsfrau dort 80 000 Euro aufbewahrte. Doch die Einbrecher fanden nichts außer 30 Euro Wechselgeld. Der Prozess wird fortgesetzt.

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