Lärm-Debatte Jäger müssen leiser schießen!

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Wie laut darf es beim Tontaubenschießen knallen? Was Anwohner am Forstenrieder Park sagen. Und was sich künftig ändern soll.

Forstenried - "Schießlärm macht krank.“ Dieses Motto hat sich die Bürgerinitiative „Forstenrieder Park ohne Schießanlage" schon bei ihrer Gründung im Juli 2009 auf die Fahnen geschrieben. Bis heute wehrt sich der etwa 300 Mitglieder starke Verein dagegen, dass Hobby-Jäger und Sportschützen im Naherholungsgebiet vor seiner Haustür – in ihren Augen zweckslos – auf tote Gegenstände „ballern“.

Besonders laut wird's manchmal beim „Tontauben-Schießen“ auf den beiden Wurfscheibenanlagen des Vereins Hubertus, kritisieren Mitglieder der Initiative und Anwohner. Mit Schrotflinten wird dabei auf runde Tonscheiben gefeuert. Der Schall reicht über die Stadtgrenze und bis ins Wohngebiet.

Teilweise sei der Lärm ohrenbetäubend, berichten Betroffene – gerade auch für kleine Kinder, die dort leben.

Doch damit soll jetzt Schluss sein. Zumindest für das Gebiet nördlich der Schießanlage soll es künftig eine Lärmobergrenze geben. Das hat der Stadtrat in dieser Woche einstimmig beschlossen.

Der Messwert liegt in diesem Bereich künftig bei 55 Dezibel. Er bezieht sich, Richtung Norden, auf das Naherholungsgebiet der „Warnberger Feldflur“, das an die Schießanlage grenzt. "Dort laufen Wanderer und Spaziergänger mit Hunden, auch viele Radler fahren dort durch das Naherholungsgebiet im Forstenrieder Park“, freuen sich über die neue Regel die Schießanlagen-Gegner.

Auch die Wohngebiete an der Waterloostraße, am Falkenhorstweg und der Leuthenerstraße würden nun entlastet. "Die 55 Dezibel sind ein Erfolg", sagt der Sprecher der Bürgerinitiative "Forstenrieder Park ohne Schießanlage". "Bisher waren’s auch mal 75 Dezibel."

Der Verein Hubertus wollte sich spontan nicht äußern.

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