Kurz vor dem Ziel Schwertransport bleibt in der Ridlerstraße stecken

Der Schwertransport wurde von mehreren Streifenwagen begleitet (Symbolbild) Foto: dpa

30 Meter von seinem Ziel entfernt, kommt der 119-Tonner nicht weiter: Grund ist eine Baugrube.

Dumm gelaufen ist ein lang geplanter Schwerlasttransport am Mittwoch. In aller Früh, noch bevor der Berufsverkehr richtig anrollte, sollte eine Baumaschine zur Großbaustelle in die Ridlerstraße gebracht werden. Doch daraus wurde nichts. Die Ankunft der Raupe verzögerte sich um mehr als zehn Stunden, obwohl sie bereits in Sichtweite war.

Fast einen ganzen Tag lang blockierte der Schwerlasttransporter das Westend. "Schuld" war ein Loch in der Erde, das für die Verantwortlichen offenbar völlig überraschend in die Straße gebuddelt worden war. An dem großen Loch in der Erde kam der Transporter nicht vorbei.

Alles war vorbereitet, genehmigt und von den Behörden abgenommen – und doch fehlte ein entscheidendes Detail: In der Nacht zum Mittwoch, um 2:30 Uhr, war der 119 Tonnen schwere Transporter gestartet, um die große Raupe ins Münchner Westend zu bringen.

Der Transport sollte in der Nacht stattfinden, damit der Verkehr durch den langsamen Schwertransporter nicht zu sehr beeinträchtigt wird. Die genaue Route wurde vorab geprüft, mehrere Streifenwagen begleiteten den Transport, das Kreisverwaltungsreferat hatte sein Okay gegeben.

Doch einen Punkt im Auflagenbescheid hatten die Verantwortlichen offenbar übersehen, vergessen – oder ignoriert. "Es hätte in der Verantwortung der Firma gelegen, die Route kurz zuvor noch einmal zu überprüfen", so Polizeisprecher Oliver Timper gestern. Und so kam der 119-Tonner gegen 6:30 Uhr kurz vor seinem Ziel nicht mehr weiter: In der Ridlerstraße war kurz zuvor eine Baugrube ausgehoben worden. Der Schwertransporter mit Überlänge konnte nicht so rangieren, dass er daran vorbeigekommen wäre, ohne die Grube zum Einsturz zu bringen.

So musste erst eine Stahlplatte zur Absicherung herangeschafft werden – dies dauerte bis 14:30 Uhr. Um 17 Uhr konnte die Sperrung schließlich wieder aufgehoben werden – die Riesenraupe erreichte ihr Ziel: die Baustelle in der Ridlerstraße.

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