Kunst von Peggy Meinfelder Kunst-Insel am Lenbachplatz zeigt Projekt „Shake Hands“

Der Lenbachplatz von oben. Foto: Mike Schmalz/AZ-Archiv

Auf dem Display der Kunst-Insel am Lenbachplatz, die das Kulturreferat seit der Reihe „A Space Called Public“ 2013 im öffentlichen Raum bespielt, gibt es einen Wechsel.

Maxvorstadt - Von Mittwoch, 23. September, bis Sonntag, 1. November, wird das Motiv „Shake Hands” der Künstlerin Peggy Meinfelder gezeigt.

Die auf 5 x 5 Meter vergrößerte Tuschezeichnung basiert auf einem Schwarz-Weiß-Foto. Es zeigt den damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß und Alexander Schalck-Golodkowski, zu der Zeit Leiter des DDR-Außenhandelsministeriums, bei Verhandlungen über einen Milliardenkredit an die DDR Mitte der 80-er Jahre. Hinter der Fotografie verbirgt sich ein wichtiger historischer Moment der deutschen Geschichte.

Die Aufnahme wird von der Künstlerin verfremdet, indem sie die Protagonisten, nicht aber deren Umgebung Punkt für Punkt mit größtmöglicher Objektivität überträgt – in einer Technik, die in der Wissenschaft zum Einsatz gelangt, um beispielsweise archäologische Fundstücke zu dokumentieren. Meinfelder zeigt jedoch, dass die vermeintliche Objektivität trügt. Sie schärft mit ihrer wissenschaftlichen Zeichnung das Foto nach, jedoch nur punktuell. Mit ihrer Tuschezeichnung führt Meinfelder vor, dass Unsicherheiten beim Interpretieren und bei der Vermittlung von historischen Fotos bleiben.

Peggy Meinfelder, geboren 1975 in Hildburghausen/Thüringen, lebt und arbeitet in München.

Informationen unter www.muenchen.de/kunst.

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