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Kultfabrik Alter Kunstpark: Die Party ist vorbei

Thomas Gautier, vom 26.10.2011 12:00 Uhr
Der Eingang zur Kultfabrik: Bald kommt der Bagger. Foto: imago Foto:
Der Eingang zur Kultfabrik: Bald kommt der Bagger. Foto: imago Foto:

Aus dem „Kunstpark Ost“ wird ab 2014 das Quartier „Rund um den Ostbahnhof“: Die Clubs verschwinden, bis zu 1000 neue Wohnungen sollen kommen – aber ein bisserl was bleibt auch

München - Am Ende jeder Party kommt das Morgengrauen – es spuckt die Trinker, Tänzer, Raucher, auch die Kokser, in den Tag. Dann schließt der Club und wartet auf die nächste Nacht. Seit 15 Jahren geht das so auf dem alten Kunstpark Ost-Gelände am Ostbahnhof. Aber nicht mehr lange. Bald endet die ansonsten endlose Nacht für den größten Teil der Tanzschuppen – für immer.

Anfang 2014 werden große Teile der Partymeilen Kultfabrik und Optimolwerke – die Nachfolger des Kunstpark Ost – fast komplett platt gemacht. An ihre Stelle kommen Büros, Hotels, Wohnungen, Ateliers, Parks, Restaurants und Gewerbe. Bis Ende 2015 dürfen die Club-Betreiber noch feiern, dann kommen die Bagger. Clubs mit sinnstiftenden Namen wie „Spielwiese“ und „Willenlos“ werden dann nicht mehr existieren – und rund 25 000 Menschen woanders feiern müssen.

Gestern hat der Stadtrat in seiner Vollversammlung den Aufstellungsbeschluss für das Gelände abgesegnet: Das ist der Startschuss für weitere Planungen, Gutachten und Bürgerbeteiligungen. Acht Grundstückseigentümer wie OTEC mit seinem Geschäftsführer, Werner Eckart (Pfanni-Dynastie), IVG, Telekom oder Rohde & Schwarz haben hier mit der Stadt Großes vor: Das neue Quartier namens „Rund um den Ostbahnhof“ (Rost) mit 900 bis 1000 Wohnungen. Mehr als eine Milliarde Euro kostet das Ganze. Ein ganz dicker Brocken also.

Kommentare (7)
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OKT
29
07:49 Uhr, geschrieben von Johanna
ROST
Da hat man wohl für viel Geld eine hippe Werbeagentur mit total kreativen Typen beauftragt und die sind dann nach monatelangen "Brainstorming" und "Meetings" auf die geniale Lösung gekommen, das Areal ROST zu nennen! Bravo, welch Glanzleistung, so kennen wir unsere Möchtegern-Kreativen aus den Agenturen.
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OKT
28
17:04 Uhr, geschrieben von Münchner
Kunstpark-Ost
Also eines muss man dem Gelände lassen, es war ursprünglich eines der größten Freiräume für Kultur u. Gastronomie in einer europäischen Großstadt und viele haben München um dieses alte Fabrikgelände der ehemaligen Pfanniwerke beneidet. Es sind dort viele tolle Ideen verwirklicht worden, es war günstiger Mietraum für Künstler, Kreative und Freiberufler, in unmittelbarer Innenstadtnähe und nach der Schliessung der Hallen und des Flohmarktgeländes am Leonrodplatz, ein toller Ersatz. Ich war aber schon seit 10 Jahren nicht mehr dort u. kann nicht beurteilen wie es jetzt dort ist. Schade drum, aber die Innenstadtclubs können sich wieder freuen, sofern das Publikum dort überhaupt noch erwünscht ist, und mehr Wohnraum ist auch nötig, sofern er bezahlbar ist. Hoffentlich wird nicht wieder die altbekannte 08/15 Architektur umgesetzt. Man könnte dort mal etwas wirklich neues wagen bzw. menschenfreundliches Wohnen und ein ökologisch Nachhaltiges Konzept dort verwirklichen.
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OKT
28
12:59 Uhr, geschrieben von Vladimir
Zum Glück.....
machen die den sch..ß endlich dicht. Aber das die Wohnungen die sie da bauen sind doch eh wider für keinen normalbürger gedacht, denn ich glaube nicht das die nur 600 Euro miete kosten werden !! Bonzen Stadt.
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