Kult-Kobold kommt nach München So wird das neue Pumuckl-Musical am Gärtnerplatz

, aktualisiert am 13.10.2017 - 11:40 Uhr
Immer schön gelassen bleiben - bald spannt Pumuckl seine Hängematte am Gärtnerplatz auf. Foto: dpa/AZ

Pumuckl kommt als Musical ins Gärtnerplatztheater. Was die Macher verraten, klingt vielversprechend.

München - Vor gut 55 Jahren wurde Pumuckl erstmals als Hörspiel im BR ausgestrahlt – und begeistert nach wie vor Menschen jeden Alters. Jetzt ist die Kultfigur, die Ellis Kaut 1962 erfunden hat, wieder da – und zwar live und in Farbe: Denn ab April gibt's am Gärtnerplatztheater ein Pumuckl-Musical zu sehen. Das Stück ist ein Auftragswerk und stammt von Franz Wittenbrink (Musik) und Anne X. Weber (Text). In der ersten Spielzeit nach der umfassenden Renovierung des Theaters huscht dort also gleich ein frecher Kobold durchs Haus.

Dabei halten sich die Macher auch ein wenig an den Geist der Fernsehserie: "Wir haben nicht den Versuch gemacht, uns so stark abzugrenzen", sagte Librettistin Anne X. Weber zur Süddeutschen Zeitung (SZ). Vielmehr hätten sich Wittenbrink und sie bemüht, das vorhandene Material "weiterzuspinnen. Wie ein Kind, das Pumuckl spielt".

Premiere ist am 19. April

Für das Musical haben Weber und Wittenbrink die "schönsten und fürs Theater tauglichen" Pumuckl-Episoden aufgegriffen und zu einem Stück verbunden. Der eine oder andere lustige Reim, den jeder Pumuckl-Liebhaber kennt, ist ebenfalls eingearbeitet. Vor allem aber haben die Macher selber gereimt und Sprachwitze erfunden, wie zum Beispiel "Ungeduscht und ungebadet / völlig vollgemarmeladet! / ungezahnputzt, ungekämmt, / Shampoo ist mir völlig fremd!/ ... Nein! Ich liebe meine Dreckschicht,/ die kein Mensch mit Seife wegkricht!"

Am 19. April ist Premiere. Wer den frechen Kobold spielen darf, ist noch geheim. Er wird jedenfalls von einer hohen Männerstimme gesungen, heißt es aus dem Theater. Und wird dabei unterstützt vom professionellen Orchester des Gärtnerplatztheaters. Der Komponist schöpfe die Möglichkeiten eines solchen 1A-Orchesters aus, hat Weber der SZ gesagt. Die Kompositionen seien sehr theatralisch, atmosphärisch und würden Figuren und Situationen stark charakterisieren.

Und es soll wohl auch der eine oder andere Hit dabei sein: Vielleicht trällern dann im nächsten Jahr ein paar Kinder ein Liedchen vom Dreckig-Sein – und kosten zu Hause ihre Eltern die letzten Nerven. So, wie Pumuckl halt, damals, beim Meister Eder. 

Die Karriere des Pumuckl

  • Am 21. Februar 1962 wurde die Geschichte um den Kobold und Schreinermeister Eder als Hörspiel ausgestrahlt, gesprochen von Hans Clarin und Gustl Bayrhammer.
  • 1965 erschien das erste Pumuckl-Buch, 1978 die erste Pumuckl-Sendung.
  • Vier Jahre später kam Pumuckl dann ins Kino.
  • Vor 17 Jahren gab es schon Mal ein Pumuckl-Musical im Circus Krone.
  • Und vor gut zehn Jahren eröffnete ein Pumuckl-Museum in Ohlstadt. 

Lesen Sie auch: "Was sich reimt, ist gut" - die besten Sprüche vom Pumuckl

  • Bewertung
    5

JETZT LESEN

1 Kommentar

Kommentieren

  1. null