Kudla verpasst Titel-Coup Ringer Stäbler holt historisches WM-Gold

Frank Stäbler gewann in Paris Gold. Foto: dpa

Zwei deutsche Ringer an einem Tag in einem WM-Finale - das hat es zuletzt vor 23 Jahren gegeben. Und Stäbler schafft Historisches. Sportdirektor Zamanduridis: "Das WM-Ziel ist quasi schon erfüllt."

Paris - Nach sechs kräftezehrenden Kämpfen sank Frank Stäbler auf die Ringermatte und genoss vor den Augen seiner Frau Sandra seinen historischen Moment in Paris. Weltmeister in zwei verschiedenen Gewichtsklassen: Das hatte zuvor noch kein deutscher Ringer geschafft. Auch nicht Wilfried Dietrich - der legendäre "Kran von Schifferstadt". Er gewann zwar 1960 Olympia-Gold und -Silber in zwei Stilarten und WM-Gold 1961 im Freistil und dann 1962 im griechisch-römischen Stil - aber immer nur im Schwergewicht.

Während Denis Kudla vom VfK Schifferstadt am Montagabend in der Klasse bis 85 Kilogramm den Titel knapp verpasste, schaffte der 28-jährige Musberger Stäbler ein einmaliges Kunststück. Der Weltmeister von 2015 in der Kategorie bis 66 Kilogramm gewann im griechisch-römischen Stil der Kategorie bis 71 Kilogramm gegen den Kasachen Demeu Schadrajew souverän mit 8:3.

"Es ist so etwas Großes, Bedeutsames - ich habe alles in die Waagschale geworfen. Nach den ersten 30 Sekunden habe ich gewusst, ich packe es. Doch die Kraft ging weg, und die Zeit war noch so lange auf der Uhr", sagte der glückliche Stäbler, der unter dem Jubel der mitgereisten 50 Fans und Familienmitglieder noch seinen Heimtrainer Frank Stäbler - beide sind nicht verwandt - auf Schultern durch die Arena trug.

 

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