Kritik von Django Asül Richtfest für neue Hallen: Die Messe erweitert sich

v.l.: Franz Xaver Peteranderl (Präsident der Handwerkskammer München, Oberbayern), Klaus Dittrich (Messechef), OB Dieter Reiter, Peter Driessen (Hauptgeschäftsführer IHK München, Oberbayern) Foto: Messe München

Die Messe feiert Richtfest der letzten beiden Hallen - das Messegelände muss bis 2018 vollendet sein. Doch es gibt auch Kritik - von Kabarettist Django Asül.

München/Riem - Eine weitere Etappe zur Vollendung des Messegeländes in Riem ist geschafft – am Dienstag wurde Richtfest für die beiden letzten Hallen gefeiert. "Wir brauchen diese Neubauten, weil die Nachfrage unserer Kunden seit Jahren stetig steigt", sagt Messe-Chef Klaus Dittrich. "Die größte Herausforderung ist, dass wir zur Messe IFAT 2018 fertig sein müssen. Wir vermieten schon Flächen!"

Eine Herausforderung sei der Aushub auf dem ehemaligen Flughafengelände gewesen, wo einiges an Kampfmitteln zutage gekommen sei. "Eine Überraschung erlebten wir, weil sich die Bau-Richtlinien geändert haben. 16 Hallen stehen seit Jahren, für die letzten beiden müssen wir wegen der neuen Statik-Vorschriften einige Tonnen Stahl mehr verbauen! Insgesamt sind es 5700 Tonnen."

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) lobte die Messe, die im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen der öffentlichen Hand Geld in die Gesellschafter-Kassen spüle. So sei die Erweiterung richtig: "Wir geben dem Erfolgsunternehmen die Möglichkeit, zu expandieren."

Django Asül: Richtfest eine "Kraut- und Rübenveranstaltung"

Laut Ifo-Studie profitierten auch Handwerker, Handel, Gastronomie und Taxifahrer vom Messegeschäft, das ihnen 2016 rund 3,6 Milliarden Euro Umsatz gebracht habe. Der Kabarettist Django Asül schenkte in seinem "Richtspruch" vor allem Messe-Chef Klaus Dittrich gehörig ein. Die Richtfest-Gästeliste gleiche der einer "Art Kraut- und Rüben-Veranstaltung. Es sind alles Leute mit viel Tagesfreizeit, was sie mit Klaus Dittrich teilen", so Django Asül.

Und weiter: "Die Messe München hat wohl einen gewissen Faible für Schurkenstaaten, wo Compliance (Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Vereinbarungen) nach wie vor strafrechtlich verfolgt wird!" Damit spielte Asül auf das Auslandsengagement der Messe in Staaten wie dem Iran, China oder Vietnam an.

Die Messe München investiert in die neuen Messehallen 105 Millionen Euro und wird nach der Fertigstellung über 18 Hallen mit 200 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche sowie 400 000 Quadratmeter Freifläche verfügen. Hinzu kommen das gut gebuchte Kongress-Center ICM und das künftige Conference Center Nord.

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