"Kooperative Grossstadt" Genossenschaft plant neues Quartier: San Riemo

"Ein großes Maß an Optimismus": Modern und bunt soll das Projekt sein. Foto: San Riemo

Das Viertel bunter machen und viel Platz für Gemeinschaft: Das sind die Anliegen der jungen Genossen von "Kooperative Grossstadt".

Riem - Die Baugenossenschaft "Kooperative Grossstadt" möchte nicht nur bauen, sondern "Leben in die Stadt" bringen. Deshalb hat die Kooperative im April den Realisierungswettbewerb "San Riemo" ausgerufen – eine Mischung aus der Anspielung auf das ligurische Küstenstädtchen San Remo und den Münchner Stadtteil Riem. Dort nämlich soll das erste Wohnprojekt der Kooperative entstehen.

Es ist eines dieser Projekte, die derzeit überall in München aus dem Boden sprießen. Eine gemeinschaftliche Antwort auf den Wohn-Wahnsinn, der Versuch, sich gemeinsam ein Stück Sicherheit zu schaffen – auch wenn man sich, wie die allermeisten Münchner, keine Eigentumswohnung leisten kann. Und jetzt wird es konkret.

Schon 2020 könnten die ersten Bewohner einziehen

Im Wettbewerb "San Riemo" hat sich die Kooperative Grossstadt für das Projekt der jungen Züricher Architekten Tim Schäfer, Pablo Donet Garcia und Tanja Reimer entschieden. "Es betont auf allen Ebenen und in allen Wohnformen den Aspekt des gemeinschaftlichen Wohnens", erklärt Vorstand Markus Sowa die Entscheidung.

Das Wohnen finde im Entwurf sehr offen zu einem großen Laubengang statt, der gleichzeitig auch private Terrasse oder Balkon sei. Teil des Entwurfes sind auch offene Wohnungen, die sich bei Bedarf Räume mit anderen Wohnungen teilen können.


Bei Bedarf können die Räume geteilt werden. Simulation: San Riemo

"Das Sieger-Projekt versprüht ein großes Maß an Optimismus gegenüber bisher unbekannten Experimenten des Wohnens", sagt Sowa. Geplanter Baubeginn ist im Januar 2019. In drei Jahren sollen die ersten Genossen einziehen.

Unterschätzte Orte wiederbeleben

Im Januar hatte die Kooperative die Zusage für das Grundstück bekommen – gemeinsam mit den beiden erfahrenen Baugenossenschaften Wogeno und Wagnis. Ziel ist es, den Stadtteil bunter zu machen. Die Kooperative Grossstadt möchte langfristig Orte beleben, die von den Münchnern oft unterschätzt werden.

Wer der Genossenschaft beitreten möchte, muss zwei Pflichtanteile für jeweils 500 Euro zeichnen, dazu kommt ein Eintrittsgeld von 200 Euro. Wer eine Wohnung in Riem will, muss zusätzliche Anteile kaufen. 70 Prozent der Wohnungen werden im "München Modell" gebaut. Für sie fallen pro Quadratmeter 650 Euro an. Für das Drittel an frei finanziertem Wohnraum sind es 950 Euro pro Quadratmeter.

Die meisten Wohnungen sind bereits reserviert, es gibt aber noch ein paar wenige freie.


Nähere Informationen zu dem Projekt gibt es auf Facebook und auf der Homepage der jungen Genossenschaft. Mail: kontakt@koogro.de

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